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Impfreihenfolge : Ganz oben auf der Liste

Geimpft wird (fast) überall: Impfzentrum in Markkleeberg in Sachsen in einem Zelt im Saal des Rathauses Bild: dpa

Die Bundesländer vergeben Termine in den Impfzentren unterschiedlich. Sogar innerhalb einer Priorisierungsgruppe wird noch differenziert. Besonders ausgeklügelt ist das System in Bayern.

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          Für viele kann es jetzt nicht schnell genug gehen. Nach einem Jahr Corona-Pandemie liegen die Nerven blank – ganz gleich, ob dabei die Angst vor einer Ansteckung überwiegt oder der Überdruss, weiterhin mit Einschränkungen im Alltag leben zu müssen. Vor allem seitdem am Sonntag die jüngste Verordnung der Bundesregierung in Kraft getreten ist, der zufolge unter anderem Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren für vollständig Geimpfte entfallen, gewinnt die Terminierung der zumeist zwei Impftermine – nur beim Impfstoff von Johnson&Johnson ist lediglich eine Spritze erforderlich – für viele zusätzlich an Bedeutung. Denn vollständig geimpft sind bislang nur etwas mehr als acht Millionen Menschen, also knapp zehn Prozent der Bevölkerung. Für alle anderen stellt sich die Frage, mit wie vielen Freiheiten dieser zweite Corona-Sommer jeweils verbunden sein wird. Die Festlegung möglicher Impftermine ist da entscheidend.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          Als die Impfungen begannen, hat die Bundesregierung die Bevölkerung in vier Gruppen eingeteilt – drei herausgehobene Gruppen mit abgestufter Priorität sowie alle übrigen. Derzeit können sich Mitglieder aller drei Prioritätsgruppen um eine Impfung bemühen. Vor allem die zuletzt aufgerufene dritte Gruppe ist derart heterogen, dass es selbst der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut bei der Planung kaum möglich war, ihre Größe einigermaßen klar zu umreißen. Allein aufgrund des Alters zwischen 60 und 69 Jahren sind in dieser Gruppe mehr als zehn Millionen Menschen impfberechtigt. Hinzu kommen Personen mit bestimmen Erkrankungen, Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren, Mitarbeiter in Verwaltung, Justiz und Feuerwehr, Angestellte in Unternehmen der sogenannten kritischen Infrastruktur, also etwa bei Wasserbetrieben, Elektrizitätswerken und im Transportwesen.

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