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Aktionswoche für mehr Geimpfte : Spahns Impfschlacht

  • -Aktualisiert am

Wirbt für das Impfen: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Bild: dpa

Jens Spahns „Aktionswoche“ soll die Wende für eine höhere Impfquote bringen. Was hält die Politik von einer härteren Gangart in der Impfkampagne ab? Es muss die Wahl am 26. September sein.

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          Rettet der Gesundheitsminister mit einer Last-Minute-Kampagne Deutschland vor einem weiteren harten Corona-Winter mit neuen Kontaktbeschränkungen und wieder vollen Intensivstationen? Es klingt ein wenig nach Verzweiflung und letztem Aufgebot, wenn Jens Spahn für die kommenden Tage eine bundesweite „Aktionswoche“ ausruft, um endlich die nur noch minimal wachsende Impfquote wie von RKI-Präsident Wieler gefordert „drastisch“ zu steigern. Nur so lasse sich ein „fulminanter Verlauf“ der schon anrollenden vierten Welle verhindern, sagt der wichtigste Pandemieberater Spahns. Dabei hatte sich Wieler noch im Frühsommer vorsichtig optimistisch angesichts der damals wachsenden Impfbereitschaft und der damit verbundenen Aussicht auf einen milden Pandemieherbst geäußert – trotz der hochansteckenden Delta-Variante des Virus.

          Weniger als drei Wochen vor der Bundestagswahl will Spahn, der auch wegen seiner Rolle als Pandemiebekämpfer ein wichtiger Mitstreiter des Kanzlerkandidaten der Union ist, eine Aufholjagd gegen das sich ausbreitende Virus gewinnen. Wenn er sein überaus ambitioniertes Ziel erreichen kann, binnen sieben Tagen in einem nationalen Kraftakt fünf Millionen impfmüde, impffaule und impfskeptische, aber grundsätzlich ansprechbare Menschen zum Piks in den Oberarm zu bewegen, wäre das auch ein großer gesundheitspolitischer Erfolg des ehrgeizigen CDU-Manns. Ihm selbst und Armin Laschet würde das in einer für seine Partei anderen, aber ebenso dramatischen Aufholjagd bis zum 26. September helfen. Und es würde Versäumnisse in der bisherigen Impfkampagne zunächst vergessen machen.

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