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Corona-Impfkampagne : Heißt die Hoffnung jetzt Sputnik?

  • -Aktualisiert am

Eine Frau hält eine Phiole mit dem Impfstoff Sputnik V in der Hand Bild: Reuters

Die Bundesregierung will ohne die europäischen Partner mit Moskau über eine Lieferung des russischen Impfstoffs verhandeln. Ob das Vakzin mehr Tempo in die Impfkampagne bringen kann, ist aber fraglich.

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          Die gesamte Regierungszeit Angela Merkels ist gekennzeichnet von dem Bemühen, auch in schweren Krisen und bei großen Herausforderungen die Europäische Union zusammenzuhalten – als Stichworte seien nur die Euro-Krise und die Asylpolitik genannt. In der Corona-Pandemie ist Europa nun noch einmal einer extremen Herausforderung ausgesetzt. Nachdem sich der europäische Weg beim Impfen gegen das Coronavirus als langsam herausgestellt hat, will Berlin bei der Beschaffung des russischen Impfstoffs Sputnik V eigene Wege gehen und mit Moskau über Lieferungen verhandeln. Bislang hatte Deutschland Impfstoff ausschließlich zusammen mit den anderen EU-Staaten angeschafft.

          Die EU-Kommission, so sagte es am Donnerstag Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im WDR, habe mitgeteilt, dass sie über das russische Präparat keine Verträge wie mit anderen Herstellern schließen werde. Daraufhin habe er bei einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister angekündigt, „dass wir dann bilateral auch mit Russland reden werden“. Es scheint also keine grundsätzliche Abwendung vom europäischen Weg zu sein, sondern eine Reaktion auf das Verhalten in Brüssel.

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