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Frühere Impfung : Spahn lenkt bei Grundschullehrern und Erziehern ein

Einstweilen nur für Erwachsene: Impfzentrum in Offenbach Bild: Finn Winkler

Der Gesundheitsminister will das Lehr- und Erziehungspersonal nun doch schon im April oder Mai impfen. Doch in Impfzentren zeichnen sich neue Engpässe ab.

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          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist offenbar bereit, seinen Widerstand gegen das Vorziehen der Corona-Impfung von Grundschullehrern und Erziehern aufzugeben. Er folgt damit den Bitten der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vom Mittwoch. Spahn habe der Konferenz gesagt, das Lehr- und Erziehungspersonal werde im April oder Mai geimpft, hieß es am Donnerstag aus Regierungskreisen. Diesem Zeitplan hätten die Ministerpräsidenten zugestimmt. Der Minister habe aber darauf bestanden, dass zunächst die Immunisierung in der Priorisierungsgruppe 1 abgeschlossen werden müsse. Diese umfasst unter anderem Personen, die 80 Jahre oder älter sind, sowie bestimmte ärztliche und pflegerische Berufsgruppen.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Kürzlich hatte Spahn jedoch auf einer Pressekonferenz gesagt, die Pädagogen würden nicht vorgezogen. Dem Wunsch der Konferenz gemäß soll die Corona-Impfverordnung jetzt so verändert werden, dass Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung sowie Grundschullehrer von Impfkategorie 3 auf Stufe 2 vorrücken. Zu dieser Priorisierungsgruppe gehören ansonsten Bürger im Alter von 70 Jahren oder älter, weitere Angehörige pflegerischer und medizinischer Berufe, bestimmte Polizei- und Ordnungskräfte sowie Soldaten. Schon vor Aufnahme der Lehrer war die Gruppe erheblich gewachsen: Erst kürzlich hatte Spahn die Impfverordnung geändert, um mehr chronisch Kranke in der Stufe 2 unterzubringen. Außerdem wurde in der Neufassung festgelegt, dass Personen jenseits von 64 Jahren den Impfstoff von Astra-Zeneca nicht erhalten sollten. Wegen der Höhergruppierung der Pädagogen muss die Impfverordnung nun abermals geändert werden.

          Unterdessen zeichnet sich ab, dass die verfügbaren Platz- und Personalkapazitäten in den Impfzentren und mobilen Impfteams nicht ausreichen könnten, um alle erwarteten Dosen zu verabreichen. Das erstaunt, wenn man sich die schleppenden Lieferungen der vergangenen Wochen vor Augen hält. Doch hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) im Auftrag des Gesundheitsministeriums berechnet, dass bei der beabsichtigten starken Ausweitung der Anlieferung „schon im März die Kapazität der Impfzentren nicht mehr ausreichen könnte, um alle verfügbaren Dosen zu verimpfen“. Vom Mai an entstehe eine Lücke von mehr als drei Millionen Impfungen in der Woche, die auf 7,5 Millionen ansteigen könnte. Auch wenn in Arztpraxen geimpft werde, so das Gesundheitsministerium, müssten die Impfzentren vorerst weiter bestehen bleiben.

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