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Vor dem Impfgipfel : Geimpft ins neue Schuljahr?

Ein 13-Jähriger wird im Bundesstaat New York in den USA gegen Corona geimpft. Bild: AP

Nach den Sommerferien sollen in manchen Ländern Kinder ab 12 Jahren bereits gegen Corona immunisiert sein – Ärzte äußern starke Bedenken. Die Kinder in die Impfzentren zu schicken, halten sie für falsch.

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          Seitdem der hessische Kultusminister die Pläne zur Impfung von Kindern und Jugendlichen verkündete, stehen bei Ralf Moebus die Telefone nicht mehr still. Moebus ist Kinderarzt in Bad Homburg und Vorsitzender seines Berufsverbands in Hessen. Er kann schwärmen von den „hervorragenden“ neuen Impfstoffen. Er verimpft sie ja laufend selbst. Bisher allerdings nur an Eltern von schwer erkrankten Kindern. Die Pläne zur Impfung von Kindern und Jugendlichen kritisiert er scharf. Hessens Landesregierung war vorgeprescht und hatte mitgeteilt, dass im Idealfall bis zum Start des neuen Schuljahrs die Schüler ab zwölf Jahren mindestens einmal in Impfzentren geimpft sein sollten.

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.
          Julian Staib
          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.
          Matthias Wyssuwa
          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Als „Meilenstein für einen sicheren Schulbetrieb“ pries Hessens Bildungsminister Alexander Lorz die Pläne. „Das ist der völlig falsche Weg“, sagt Moebus. Geimpft werden dürfe nicht in den Zentren. Und Voraussetzung für Impfungen müsse eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) sein. Schließlich hätten Kinder bei einer Erkrankung mit Covid-19 so gut wie nie einen schweren Verlauf. In der Folge müsse bei ihnen auch die Risikoabwägung eine andere sein als bei Erwachsenen.

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