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Impfstoff im Sommer : Endlich auch für Kinder

  • -Aktualisiert am

Kommen jetzt die Jüngsten bald an die Impfreihe? Bild: Picture-Alliance

Das ist die Nachricht, auf die viele Eltern gewartet haben: Schon im Sommer könnten zumindest auch ältere Kinder geimpft werden. Doch dies birgt schon neuen Zündstoff in der Impfdebatte.

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          Von allen Nachrichten über die täglichen Fortschritte an der Impffront ist dies die erfreulichste seit langem. Auch für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre ist nun aus Sicht der Forschung bald ein wirksamer und auch sicherer Impfstoff in Sicht. Was der Mainzer Biontech-Chef und Impfstoffentwickler Sahin angekündigt hat, lässt hoffen, dass nach den Sommerferien und anderthalb Jahren Unterricht unter erschwerten Pandemiebedingungen zumindest für die älteren Kinder die Schule wieder ein freundlicher Lernort ohne Angst vor Ansteckung wird.

          Das virtuelle Homeschooling im Distanzunterricht war und ist für viele Schüler angesichts ihrer prekären Lebens- und Wohnverhältnisse ohne passende digitale Ausstattung daheim mehr ein Absitzen von Zeit als ein vernünftiges Lernen. Hinzu kommt der fehlende direkte Austausch mit Freunden und Klassenkameraden, der viele Jugendliche in der Pubertät auch seelisch stark belastet.

          Das deutlich höhere Infektionsrisiko bei Kindern und Jugendlichen zeigt, wie dringend ein solcher Impfstoff benötigt wird. Nicht nur um rasch die Herdenimmunität zu erreichen, sondern auch um Todesfälle und schwere Krankheitsverläufe bei Eltern und in jüngeren Altersgruppen zu verhindern. Der zugleich ausgebrochene Streit um die vorrangige Impfung von Kindern schon im Juni lässt indes auch in dieser Frage erhitzte Debatten zwischen Eltern, Virologen und Politikern erwarten. Das wäre die schlechte Folge einer guten Nachricht.

          Thomas Holl
          Redakteur in der Politik.

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