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Einführung wohl im März : Impfpflicht in Pflegeheimen kommt viel zu spät

  • -Aktualisiert am

Risikogebiet Altersheim Bild: dpa

In anderen Ländern gibt es die Impfpflicht für Personal in Altenheimen und Kliniken schon längst. Hier soll sie erst Mitte März gelten. Das ist zu spät.

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          Wofür Frankreich, Griechenland und Italien im vergangenen Sommer nur wenige Wochen brauchten, dauert in Deutschland wieder einmal viermal so lang. Obwohl es seit Beginn der Coronapandemie im Kampf gegen das Virus auf die schnelle Reaktion ankommt, lässt sich die deutsche Politik in der Frage des wirksamen Schutzes von besonders gefährdeten Menschen ein weiteres Mal ausgiebig Zeit.

          Erst im kommenden Frühjahr soll es eine Impfpflicht für das Personal in Alten- und Pflegeheimen, in Kliniken und Arztpraxen geben. Immerhin bringt die Ampelkoalition mit der entsprechenden Änderung des Infektionsschutzgesetzes noch in dieser Woche diese Waffe überhaupt in Stellung. Die große Koalition, in der Olaf Scholz mehr als nur ein Wörtchen mitzureden hatte, hatte sich monatelang vor einer berufsbezogenen Impfpflicht gedrückt.

          Zu mächtig war die Angst, die immer noch zu große Minderheit ungeimpfter Mitarbeiter in die Kündigung zu treiben. Zudem waren im Sommer die Inzidenzen niedrig, die nächste Welle weit weg und der Bundestagswahlkampf in vollem Gang. Erst als in Altenheimen dutzende Bewohner ohne Auffrischungsimpfung durch ungeimpfte Pflegekräfte angesteckt wurden und starben, kam Bewegung in die Debatte. Wenn es bei der geplanten allgemeinen Impfpflicht ähnlich schnell läuft, kommt sie womöglich erst im Sommer – zur fünften oder sechsten Welle.

          Thomas Holl
          Redakteur in der Politik.

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