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Corona-Hilfen : Verdacht auf tausende Betrugsfälle

  • Aktualisiert am

Bei den Anträgen auf Soforthilfe werden derzeit mögliche Betrugsfälle geprüft. Bild: dpa

Bislang wurden rund 13,1 Milliarden Euro an Corona-Soforthilfen für Freiberufler und kleine Unternehmen genehmigt. Bei einem Teil davon dürfte es sich um Betrugsfälle handeln.

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          In Deutschland gibt es tausende Verdachtsfälle auf Betrug bei den Corona-Soforthilfen. Wie die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) auf Anfrage der „Bild“-Zeitung (Mittwochsausgabe) mitteile, erhielt sie in den vergangenen neun Wochen knapp 5000 Meldungen mit möglichen Bezügen zur Coronavirus-Pandemie. Darunter seien etwa 4100 Meldungen mit einem Hinweis auf mögliches betrügerisches Erlangen von Soforthilfen.

          In Bayern wurden der Zeitung zufolge dem Landeskriminalamt 187 Betrugsfälle bei Corona-Soforthilfen gemeldet, bei 414 weiteren Fällen bestehe der Verdacht auf Betrügereien. Der mögliche Gesamtschaden werde mit 900.000 Euro veranschlagt. In Niedersachsen ermittle die Polizei derzeit in 70 Fällen möglichen Betrugs bei Corona-Soforthilfen. Der dabei vermutete Gesamtschaden belaufe sich auf knapp 450.000 Euro. Die Berliner Polizei führe aktuell rund 620 Ermittlungen wegen Betrugsverdacht bei Corona-Soforthilfen.

          Laut von „Bild“ zitierten Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wurden bislang rund 2,1 Millionen Anträge im Rahmen der Soforthilfe für Solo-Selbständige, Freiberufler und kleine Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern gestellt. Insgesamt 13,1 Milliarden Euro solcher Hilfen seien bewilligt worden.

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