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Corona-Gefahr in Schulen : Filteranlagen gegen dicke Luft im Klassenzimmer?

Was hilft gegen dicke Luft im Klassenzimmer? Bild: dpa

Im Kampf gegen das Ansteckungsrisiko in geschlossenen Räumen ist neuerdings oft von modernen Belüftungsmaschinen die Rede. Oder reicht es, einfach ein paar Fenstergriffe wieder anzuschrauben?

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          Mit Reinheit kennt Udo Gommel sich aus. Wenn Nasa und Esa ihren Rover auf den Mars schicken wollen, dann sorgt Gommel dafür, dass das Gefährt keine Bakterien oder Viren von Planet zu Planet schleppt. Wer könnte sonst mit Sicherheit sagen, ob außerirdisches Leben oder nur Leben von womöglich ungewaschenen Händen entdeckt wurde? Und wenn jemand weiß, wie man den Mars sauber hält, dann hat er wohl auch eine Ahnung davon, wie man ein Klassenzimmer virenfrei bekommen kann.

          Anna-Lena Niemann

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Seit bekannt ist, dass sich Sars-CoV-2 auch über Aerosole ausbreitet, ist klar, dass die Infektionsgefahr in geschlossenen Räumen mit vielen Personen besonders hoch ist. Weil die luftgetragenen Partikel so klein und leicht sind, schweben sie eine ganze Zeit in der Luft, anstatt wie Tröpfchen zu Boden zu sinken. Luftfilter sollen dagegen helfen. Sie sind das neueste technische Mittel, das in den Kampf gegen das Virus geschickt wird. Hersteller haben sich längst in Stellung gebracht. Die Universität der Bundeswehr in München konnte Anfang August in einem Laborversuch zeigen, dass sich die Viruslast in einem Raum dank eines Hightech-Filters deutlich reduziert hatte. 3500 Kubikmeter Luft reinigte er zuverlässig pro Stunde. Also warum nicht überall filtern, wenn das gerade Kinder sicher und Schulen offen halten kann?

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