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Corona in Entwicklungsländern : Entwicklungsminister Müller fordert mehr deutsche Impfstoff-Spenden

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Ein Anwohner von Zomba in Malawi wird im vergangenen März gegen Covid-19 geimpft. Bild: Joseph Mizere/XinHua/dpa

Deutschland hat sich mehr als genug Corona-Impfstoff gesichert – woanders reicht er hinten und vorne nicht. Gerd Müller betont, die bereits zugesagten 30 Millionen Dosen, die Berlin abgeben will, müssten weiter aufgestockt werden.

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          Entwicklungsminister Gerd Müller ruft dazu auf, mehr Corona-Impfstoff an Entwicklungsländer abzugeben. „Die Abgabe von überschüssigen Impfdosen ist der schnellste Weg, die weltweite Impfkampagne voranzubringen“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

          Müller erinnerte an die Zusage der Bundesregierung, ärmeren Ländern bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfstoffdosen zu geben. „Diese Menge sollten wir schrittweise weiter aufstocken, weil inzwischen in Deutschland ausreichend Impfstoff verfügbar ist“, sagte er.

          Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits Mitte Juli angekündigt, dass Deutschland über die bereits angekündigten 30 Millionen Impfdosen hinaus weiteren Impfstoff an andere Länder geben werde. Nach Recherchen der F.A.Z. schicken die Bundesländer dem Bund Hunderttausende Impfdosen zurück, da sie keinen Gebrauch mehr für ihn sehen. Es handelt sich um AstraZeneca-Vakzine. Die Dosen sollen zum Teil exportiert werden.

          Extreme Unterschiede beim Zugang zu Impfstoffen

          Müller sagte, einige Länder hätten sich bis zu acht Impfdosen pro Kopf gesichert. „Sie können ohne Probleme einen Teil davon abgeben, so dass alle Entwicklungsländer Zugang zu Impfstoffen haben.“ Er warnte, die Welt dürfe nicht gespalten werden in Länder, die sich mit hohen Impfraten schnell wirtschaftlich erholen könnten und solche, die dem Virus schutzlos ausgeliefert blieben.

          So seien in Afrika bislang weniger als zwei Prozent der Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft.

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