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Debatte im sächsischen Landtag : Die Pandemie existiert für viele AfDler nicht

Auf alles vorbereitet: Polizisten sichern am Montag den Landtag in Dresden Bild: AFP

Kretschmer sei ein „Rumpelstilzchen“, das ein „Ermächtigungsgesetz“ wolle: Zwar blieb die Gewalt bei Protesten vor dem Landtag aus, doch dafür geht es im Innern des Parlament umso härter zur Sache. CDU und AfD prallen verbal aufeinander.

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          Mitten in seiner Rede vor dem sächsischen Landtag am Montag kommt Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) auch auf den AfD-Abgeordneten Ivo Teichmann aus der Sächsischen Schweiz zu sprechen. Er möchte „dem Kollegen Teichmann baldige Genesung wünschen“, sagt Kretschmer, und dass das Gesundheitssystem eben keine Unterschiede kenne, sondern jeden, der Hilfe brauche, anständig behandle. „Mich hat Corona nun doch mehr erwischt“, hatte Teichmann am Wochenende bekanntgegeben. „Ich liege seit heute mit Lungenentzündung in der Uniklinik in Dresden und werde hier mit Sauerstoff versorgt.“

          Stefan Locke
          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Die Lage für ihn, der zuvor auch auf Corona-Demos war, ist also durchaus ernst, doch Teichmanns Fraktionskollegen machen sich, während der Landtag dem Abgeordneten gute Besserung wünscht, einen Spaß daraus. Sie winken ab, sie lachen, einige greifen sich demonstrativ an den Kopf.

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