Nur eine Minderheit
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Demo gegen die Corona-Politik am 1. August in Berlin Bild: dpa
Es ist kein großer Akt, sich eine Maske anzuziehen, wenn man an einer Demo teilnimmt. Man kann sich deshalb aufregen, man kann aber auch einfach mal tun, was halt gerade zu tun ist.
In Berlin haben mal wieder Tausende Gegner der Corona-Politik demonstriert. Die Polizei sah allerdings keine andere Möglichkeit, als eine der Demos vorzeitig aufzulösen. Der Grund: Viele Demonstranten hielten sich nicht an den Mindestabstand und wollten auch keine Masken tragen. Die Demonstranten sind nicht die Einzigen, die sich an den Masken stören. Maskenverweigerer gibt es immer mehr. Vor ein paar Tagen haben sich die Bundesländer deshalb auf ein Bußgeld für Maskenverweigerer geeinigt. Nur Sachsen-Anhalt wollte da nicht mitmachen. Die Verschärfungen, so lautete die Begründung, seien aufgrund der niedrigen Corona-Zahlen im Land nicht zu rechtfertigen und würden Akzeptanz bei der Bevölkerung kosten.
Ohne Akzeptanz aber, das ist zweifellos richtig, geht es nicht. Die Bevölkerung muss verstehen können, was notwendig ist, um eine Corona-Welle zu verhindern. Als die Infektionszahlen im Frühjahr immer höher wurden, war das der Fall. Die allermeisten akzeptierten die Maßnahmen, die das öffentliche Leben weitgehend lahmlegten, die auch berufliche Existenzen gefährdeten und vernichteten und deren andere unzählige Folgen wahrscheinlich noch lange spürbar sein werden. Aber es war der großen Mehrheit klar, dass gravierende Einschnitte sein müssen, wenn man die schrecklichen Bilder aus Italien oder Spanien hierzulande vermeiden möchte.
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