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Mit Corona leben : Ein schmerzhafter Lernprozess

Zutritt nach 3G-Regeln: Tafel vor einem Wirtshaus in München Bild: dpa

Nachdem sich die Menschen ein wenig Erholung von der Pandemie gönnen konnten, wird nun auf brutale Weise klar, dass in Sachen Corona längst noch nicht alles gut ist.

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          Der Satz geht einem leicht von den Lippen, er klingt so klar und logisch: Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben. Jens Spahn hat ihn oft gesagt, der Bundesgesundheitsminister von der CDU. Der Virologe Hendrik Streeck hat ihn gesagt, in etwas abgewandelter Form: Man werde auch nach dem Herbst „mit diesem Virus umgehen müssen“. Selbst Boris Johnson hat ihn gesagt, der britische Premierminister, für den ein Leben mit dem Virus bekanntlich vor allem darin besteht, einfach so zu tun, als ob es nicht da wäre.

          Was Politiker gerne verschweigen: Dieser Lernprozess tut weh, er gelingt nur mit harter Arbeit und wird von enttäuschten Erwartungen überschattet. Nachdem sich die Menschen auch in diesem Sommer ein wenig Erholung von der Pandemie gönnen konnten, wird nun wieder auf brutale Weise klar, dass in Sachen Corona noch längst nicht alles gut ist. Der Prozess, mit dem Erreger zu leben, tritt im Herbst in eine neue Phase ein.

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