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Corona bei Kindern : Warum Massentests in Kitas so schwierig sind

Zurück ins normale Leben: Im Bauraum einer Schweriner Kindertagesstätte ist wieder Betrieb. Bild: dpa

Seit Monaten rätselt die Wissenschaft, wie ansteckend das Coronavirus bei Kindern ist. Alle Welt fordert mehr Tests, doch in der Praxis ist das alles andere als einfach. Ein neues Verfahren könnte nun helfen.

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          Es ist ein medizinischer Versuch mit ungewissem Ausgang. In Deutschland kehren Kitas und Schulen langsam zurück zum Regelbetrieb, doch weiterhin gibt es kaum verlässliche Daten über die Gefahren, die dieser Weg mit sich bringt – obwohl die Testkapazitäten der Labore im Land längst für große Studien ausreichen würden und obwohl beinahe seit Beginn der Krise gefordert wird, das Infektionsgeschehen bei Kindern zu erforschen. Nur in Hamburg und Baden-Württemberg gab es zwei größer angelegte Versuchsreihen, in denen junge Patienten in den Kliniken auf Corona getestet wurden. Feldstudien in den Einrichtungen fehlten lange. Doch das ändert sich nun.

          Alexander Haneke

          Redakteur in der Politik.

          In Düsseldorf etwa sollen ab kommender Woche 5000 Kinder und Betreuer in den Einrichtungen der Stadt auf das Virus getestet werden. Jörg Timm, der Chef der Virologie an der Düsseldorfer Uniklinik, kann von den Schwierigkeiten erzählen, mit denen die Forscher konfrontiert waren. Die fingen schon mit der Auswahl des Materials für die Studie an: Der übliche Rachenabstrich ist sehr unangenehm und bringt nur dann verlässliche Ergebnisse, wenn er fachmännisch ausgeführt wird. „Wir hatten die Sorge, dass gerade kleinere Kinder das nicht mehrmals mit sich machen lassen“, sagt Timm. Doch in Düsseldorf wollten die Forscher gerne eine Reihe von Tests machen, um Entwicklungen nachzeichnen zu können. In den vier Wochen vom 10. Juni an sollen die Teilnehmer zweimal wöchentlich Proben abgeben, insgesamt also achtmal.

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