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Corona bei Kindern : Eine Angst namens Kawasaki

Notbetreuung in einer Kita in Baden-Württemberg Bild: dpa

Droht auch Kindern eine schwere Krankheit, wenn sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben? Meldungen über ein Entzündungssyndrom verunsichern viele Eltern. Doch Ärzte beruhigen – und sehnen sich nach besseren Daten.

          3 Min.

          Es sind sehr wacklige Prognosen, auf die sich Eltern in diesen Tagen stützen müssen. Wie, ob und in welcher Form ihre Kinder in Not- oder vielleicht bald eingeschränkte Regelbetreuung dürfen, ändert sich beinahe täglich. Doch auch zu der viel wichtigeren Frage, wie gefährdet ihre Kinder durch die Corona-Pandemie sind, gibt es ständig neue, teils widersprüchliche Informationen. Nun fordern sogar vier medizinische Fachgesellschaften, Schulen und Kitas wieder zu öffnen. Zahlreiche Erkenntnisse sprächen inzwischen gegen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko durch Kinder, schreiben die Mediziner und und listen die verschiedenen Studien auf, die sich inzwischen weltweit mit der Frage befasst haben.

          Alexander Haneke
          Redakteur in der Politik.

          Auf der anderen Seite aber wird immer wieder betont, dass sich valide Aussagen bisher kaum treffen lassen, da es zu wenige Daten gibt. Weil fast überall auf der Welt Kitas und Schulen mit als erste geschlossen wurden, waren die klassischen Infektionswege bei den Kleinen größtenteils unterbrochen. Zu dieser allgemeinen Unsicherheit ist seit einigen Wochen noch ein weiterer Faktor hinzugekommen. „Kawasaki“,  ein äußerst seltenes Syndrom, das erstmals in den sechziger Jahren in Japan beschrieben wurde, gibt der Angst vieler Eltern einen Namen.

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