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Corona-Studie : An neun von zehn Ansteckungen ist ein Ungeimpfter beteiligt

Nachtclub in München: Feiern Geimpfte oder Ungeimpfte? Bild: dpa

Wissenschaftler der Humboldt-Universität haben die Rolle der Ungeschützten im Infektionsgeschehen untersucht. Demnach ist die Ansteckung innerhalb der Gruppe der Geimpften gering. Maßnahmen sollte man daraus jedoch nicht ableiten.

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          Es ist eine Frage, zu der nach wie vor viel Verwirrung herrscht: Wer sind die Treibenden des aktuellen Infektionsgeschehens? Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt in seinem Wochenbericht zwar einige Anhaltspunkte — so liegen etwa die Inzidenzkurven der ungeimpften symptomatisch Erkrankten und Hospitalisierten für alle Altersgruppen deutlich über denen der geimpften —, und dennoch ist die Häufigkeit der auftretenden Impfdurchbrüche verunsichernd.

          Sibylle Anderl
          Redakteurin im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Seit Beginn der Impfkampagne bis Mitte November entwickelten mehr als 260.000 Geimpfte nach einer Covid-Infektion Symptome. Von Mitte Oktober bis Mitte November stellten die geimpften Erwachsenen unter 60 Jahren knapp die Hälfte der symptomatischen Covid-19-Fälle. Bei den noch älteren waren es sogar mehr als 70 Prozent. Die Zahlen relativieren sich zwar, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass die Gruppe der geimpften Erwachsenen fast viermal so groß ist wie die der ungeimpften. Und dennoch: Der Beginn der Impfkampagne liegt zehn Monate zurück, die Wirkung der Impfungen, insbesondere bei den früh geimpften Alten, hat nachgelassen. Es ist keine „Pandemie der Ungeimpften“, die wir derzeit beobachten. Welchen Anteil aber haben die Ungeschützten an der derzeitigen Infektionslage?

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