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Corona in Deutschland : Wie die AfD die Zahlen zu Impfnebenwirkungen umdeutet

Der AfD-Abgeordnete Martin Sichert spricht am Mittwoch im Bundestag von der Tribüne aus. Im Plenum gilt 2G-Plus. Bild: dpa

Im Bundestag sprach ein Abgeordneter der Partei von vielen Tausend Fällen. Ein Blick in den Bericht der zuständigen Behörde zeigt: Es geht nur um Verdachtsfälle. Und hinterher fühlen sich etliche Geimpfte sogar besser als vorher.

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          Der Versuch, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in der Regierungsbefragung am Mittwoch in Berlin vorzuführen, ist dem AfD-Abgeordneten Martin Sichert nicht so recht gelungen. Der 41 Jahre alte Betriebswirt aus Nürnberg wollte von Scholz wissen, in wie vielen Fällen nach Corona-Impfungen Nebenwirkungen auftreten, woraufhin der Bundeskanzler zu einem Plädoyer für die Impfung ansetzte.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          In einer Nachfrage hielt Sichert Scholz vor, die genaue Antwort nicht zu kennen, und referierte eine Zahl aus dem jüngsten Bericht des für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts: 26.196. So viele „Fälle schwerer Nebenwirkungen“ habe es in Deutschland bis Ende November gegeben, behauptete Sichert. Er verwies auf das für die Impfstoffsicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI); die Behörde mit Sitz in Langen ist dem Bundesgesundheitsministerium unterstellt.

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