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Clans in Deutschland : „So etwas habe ich noch nie erlebt“

Polizisten sichern während einer Razzia von Zoll und Polizei im Januar eine Shisha-Bar in Bochum, Nordrhein-Westfalen. Bild: dpa

Der Migrationsforscher Ralph Ghadban warnt seit Jahren in Büchern und Interviews vor der unterschätzten Gefahr krimineller kurdisch-libanesischer Großfamilien. Nun wird Ghadban massiv von Clanmitgliedern bedroht. Ein Gespräch.

          3 Min.

          Herr Ghadban, Sie sind einer der wenigen Wissenschaftler in Deutschland, die sich schon seit vielen Jahren intensiv mit kriminellen kurdisch-libanesischen Familienclans und ihrer Parallelgesellschaft in Deutschland befassen. Ende 2018 ist Ihr Buch „Arabische Clans. Die unterschätzte Gefahr“ erschienen. Nun sehen sie sich einer Hass- und Drohkampagne ausgesetzt. Was genau ist passiert?

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Das ist massiv, so etwas habe ich noch nie erlebt. Es sind nicht nur Mitglieder einer Familie, sondern der gesamten so genannten Mhallamiye-Kurden. Eine führende Rolle spielt allem Anschein nach die Familien-Union in Essen, die von mehreren der Mhallamiye-Familien 2008 unter dem Vorwand der Integrationsförderung gegründet wurde. Nach einem Treffen diverser Clan-Mitglieder bekam ich am 24. April über die sozialen Medien Hetz- und Hassbotschaften.

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