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Chronologie : So verlief die Schreckensnacht von München

  • Aktualisiert am

Polizisten mit Sturmhauben sichern am Freitagabend das Einkaufszentrum am Olympiapark Bild: dpa

Ein junger Mann schießt wahllos auf Menschen, mindestens zehn werden getötet, etliche verletzt. Was ist in dieser Nacht in München geschehen? Die Ereignisse der vergangenen Stunden im Protokoll.

          5 Min.

          Es war ein friedlicher Sommertag in München, als Schüsse im Einkaufszentrum am Olympiapark ein Mann aus heiterem Himmel wahllos auf Menschen zu schießen beginnt. Er tötet zehn Menschen, viele weitere werden teils schwer verletzt. Der Ablauf der Schreckensnacht von München im Minutenprotokoll.

          17.52 Uhr: Der Alarm vom Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) im Norden der Stadt geht bei der Polizei ein. Die ersten Schüsse fallen bei einem Schnellrestaurant. Von diesem Zeitpunkt an sind überall in München Polizeisirenen zu hören.

          18.33 Uhr: Die Polizei bestätigt: Im OEZ hat es eine Schießerei gegeben. Ob Menschen verletzt oder getötet wurden, ist zunächst unklar. „Es ist wohl etwas Größeres“, sagt eine Sprecherin.

          18.35 Uhr: Die Polizei twittert: „Im Moment haben wir einen großen Polizeieinsatz am OEZ. Bitte meiden Sie den Bereich um das Einkaufszentrum.“ Personen rund um das OEZ senden über den Internetdienst Periscope Live-Videos vom Polizeieinsatz.

          18.43 Uhr: Es wird klar, dass es Verletzte und möglicherweise auch Tote gegeben hat.

          19.05 Uhr: Die Warnung der Polizei an die Bevölkerung geht über Twitter raus: „+++ACHTUNG+++ Meiden Sie die Umgebung um das #OEZ - Bleiben Sie in Ihren Wohnungen. Verlassen Sie die Straße!+++“

          19.13 Uhr: Die Polizei hält die Menschen per Twitter auf dem Laufenden. „Lage am #OEZ mit #Schießerei ist aktuell noch unübersichtlich. Es gab mehrere Verletzte.“

          19.17 Uhr: Die Polizei muss die Warnung ausweiten - vom OEZ auf alle öffentlichen Plätze. „Meiden Sie öffentliche Plätze in #München. Die Lage ist noch unübersichtlich.“

          19.20 Uhr: Die Polizei weiß nicht, ob sie es mit einem Täter oder mehreren zu tun hat.

          gegen 19.30 Uhr: Ein Internetvideo taucht auf. Es zeigt einen Menschen, der aus einem Fast-Food-Restaurant offensichtlich in München kommt und mit einer Handfeuerwaffe wahllos auf Menschen schießt. Die Quelle dieses Videos, das auf Twitter veröffentlicht wurde, ist zunächst unklar.

          19.33 Uhr: Nun gibt es auch in der Innenstadt einen Großeinsatz der Polizei. Es herrscht Panik zwischen Fußgängerzone und Karlsplatz (Stachus). Schwer bewaffnete Polizisten sind vor Ort. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ist auf dem Weg in die Landeshauptstadt.

          19.37 Uhr: Die Polizei appelliert an Internetnutzer: „Bitte keine Fotos/Filme von polizeilichen Maßnahmen online stellen. Unterstützt nicht die Täter!“

          19.41 Uhr: Gerüchte machen sich breit über angebliche weitere Schießereien. Die Polizei reagiert auf Twitter: „Gerüchte um eine #Schießerei in der City bekannt. Die Lage ist noch unklar! Bitte meidet öffentliche Plätze sowie U/SBahn“ - Dann stellt die Polizei klar, dass es am Stachus in der Innenstadt einen Fehlalarm gegeben hat.

          Ausnahmezustand: Das öffentliche Leben in München, hier die U-Bahnstation Karlsplatz am Stachus, kam am Freitagabend vollends zum Erliegen

          19.42 Uhr: Der U-Bahn-Verkehr in der Innenstadt ist eingestellt.

          19.47 Uhr: „Wir wissen derzeit nicht wo sich die Täter befinden. Passt auf Euch auf und meidet nach wie vor die Öffentlichkeit“ - In den Minuten danach informiert die Polizei auch auf Englisch.

          20.01 Uhr: Es fahren keine Trambahnen, U-Bahnen und Busse mehr. Der Nahverkehr ist auf Anweisung der Polizei eingestellt worden.

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