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Vorsitzender des Ethikrats : „Die überhitzte Impf-Debatte ist ein Risiko“

Eine Arzthelferin impft in einer Arztpraxis eine Patentin mit einer Spritze. Bild: dpa

Über eine Masern-Impfpflicht in Kindertagesstätten wird derzeit heftig gestritten. Dabei ist jeder zweite Erkrankte in Deutschland erwachsen. Peter Dabrock erklärt, was ihn daran stört – und am Begriff der Impflicht.

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          Herr Dabrock, der Ethikrat verlangt, dass die Debatte um die Impfpflicht differenzierter geführt wird. Was läuft denn an der bisherigen Diskussion schief?

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          Das Ziel der Debatte, die Impfquoten zu erhöhen, ist richtig und gut. Da gibt es keinen Zweifel. Aber auf der Ebene der Umsetzung sehen wir erhebliche Defizite. Es wird im Moment nur um die Einführung einer Masern-Impfpflicht in Kindertagesstätten gestritten, dabei müsste man viel mehr auf die Erwachsenen schauen. Sie machen die Hälfte der Erkrankten aus. Eine besondere Verantwortung sehen wir bei Personen, die berufsbedingt ein hohes Risiko haben, also Menschen in Gesundheitsberufen und pädagogisches Personal.

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