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CDU-Beschluss : Jeder Schüler soll KZ-Gedenkstätte besuchen

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Ein Schüler schaut sich ein Interview mit einem KZ-Überlebenden über das Schicksal von Kindern und Jugendlichen im KZ Sachsenhausen an. Bild: dpa

Um Rassismus und Vergessen entgegenzuwirken, will die CDU Schulexkursionen zu KZ-Gedenkstätten fördern.

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          Jeder Schüler soll zukünftig die Möglichkeit haben, vor dem Schulabschluss eine KZ-Gedenkstätte zu besuchen. Darauf haben sich die Mitglieder des CDU-Vorstands am Montag in Berlin in einem einstimmigen Beschluss geeinigt. Mit dem Besuch einer Gedenkstätte soll die historisch-politische Bildung gestärkt werden, gleichzeitig wolle man einen Impuls für eine aktive Erinnerung und gegen das Vergessen setzen. „Wer mit eigenen Augen gesehen hat, wozu Menschen fähig sind, wer vor Ort das Leid der Millionen Menschen spürt, begreift, wohin Rassismus und Antisemitismus führen“, heißt es in dem Beschluss.

          „Die wirksamsten Methoden gegen jegliche Form von Hetze und Rassismus sind Aufklärung und Bildung“, so die Begründung der CDU. Der Zentralrat der Juden begrüßt die Forderung. „Es wäre wünschenswert, wenn die Länder noch darüber hinausgehen und Gedenkstättenfahrten in den Lehrplänen verankern“, teilte Präsident Josef Schuster in einer Stellungnahme mit. Unerlässlich sei außerdem die pädagogische Vor- und Nachbereitung der Besuche.

          Die Kosten für Reise und Unterbringung sollen je nach Zuständigkeit von Bund und Ländern übernommen, sowie von Schulen und freien Trägern gefördert werden. Insgesamt fördert die Bundesregierung acht KZ-Gedenkstätten in Deutschland.

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