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CDU-Vorsitz : Lindner kritisiert Merkels Wiederwahlpläne

  • Aktualisiert am

Kanzlerin Angela Merkel und FDP-Chef Christian Lindner Bild: dpa

Der FDP-Chef hofft nach eigenen Worten auf eine Erneuerung der CDU. Mit Angela Merkel sei diese aber nicht möglich. In der Bevölkerung schwindet der Rückhalt für die Kanzlerin.

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          FDP-Chef Christian Lindner hält eine Erneuerung der CDU mit Angela Merkel an der Spitze für unmöglich. „Wir hoffen auf eine echte Erneuerung. Die Ankündigung von Frau Merkel, wieder für den CDU-Vorsitz zu kandidieren, sehe ich nicht als Zukunftssignal“, sagte Lindner der „Welt am Sonntag“. Die Bürger hätten sich schon bei der Bundestagswahl 2017 für einen Politikwechsel ausgesprochen. „Er ist aber mit den handelnden Akteuren nicht möglich.“

          Die Kanzlerin hatte kürzlich deutlich gemacht, dass sie trotz parteiinterner Kritik Anfang Dezember beim CDU-Parteitag in Hamburg wieder für den Parteivorsitz kandidieren will. Merkel war unter Druck geraten, nachdem ihr Favorit für den Unionsfraktionsvorsitz, Volker Kauder, gestürzt wurde und Ralph Brinkhaus das Amt übernahm. In der Union wird seither über ihre Zukunft diskutiert.

          In der Bevölkerung schwindet der Rückhalt für die Kanzlerin. Derzeit finden nur noch 48 Prozent der Bürger, dass Merkel die Richtige im Kanzleramt ist, wie eine Emnid-Umfrage im Auftrag der „Bild am Sonntag“ ergab. 46 Prozent der Befragten meinen nicht, dass Merkel bis zur Bundestagswahl 2021 Regierungschefin bleiben sollte. Im Oktober 2017 hielten noch 55 Prozent Merkel für die richtige Kanzlerin, 37 Prozent fanden das nicht.

          Nur jeder Zweite (50 Prozent) wünscht sich der Umfrage zufolge aktuell, dass die große Koalition bis zur nächsten regulären Bundestagswahl in drei Jahren hält, 41 Prozent sind für eine Neuwahl.

          Gespalten beurteilen die Deutschen auch, ob Merkel im Dezember abermals für den CDU-Vorsitz kandidieren sollte. 47 Prozent sind laut Emnid dafür, 44 Prozent dagegen. Bei den Unionsanhängern wünschen sich demnach 64 Prozent eine Kandidatur, 35 Prozent nicht.

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