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Kandidatur um CDU-Vorsitz : Merz soll am Montag nominiert werden

  • Aktualisiert am

Dritter Anlauf zum Vorsitz: Friedrich Merz im September in Berlin Bild: dpa

Nach Norbert Röttgen und Helge Braun soll nun auch Friedrich Merz offiziell für das Rennen um den CDU-Vorsitz nominiert werden. Fraktionschef Ralph Brinkhaus will hingegen nicht kandidieren.

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          Der frühere Unionsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz wird für den CDU-Vorsitz kandidieren. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus Parteikreisen. Der Wirtschaftsexperte nimmt damit bereits zum dritten Mal Anlauf auf das Vorsitzendenamt, nachdem die jetzt nur noch geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel 2018 ihren Rückzug vom Parteivorsitz angekündigt hatte. Wie zuerst die „Bild“-Zeitung berichtet hatte, wurde der CDU-Kreisvorstand Hochsauerland eingeladen, um Merz an diesem Montagabend als Vorsitzenden-Kandidaten zu nominieren.

          Am Freitag hatten der Außenpolitiker Norbert Röttgen und der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun ihre Kandidaturen für den CDU-Vorsitz bekanntgegeben. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus, der ebenfalls als möglicher Kandidat für die Nachfolge des bei der Bundestagswahl als Kanzlerkandidat gescheiterten CDU-Vorsitzenden Armin Laschet galt, verzichtete nach einem Bericht der „Neuen Westfälischen“ auf eine Kandidatur. Während einer Sitzung seines Kreisverbandes Gütersloh am Freitagabend habe Brinkhaus nicht um einen Vorschlag seines Heimatverbandes gebeten. „Ralph Brinkhaus war der Sitzung zugeschaltet und hat nach intensiver Abwägung seinen Hut nicht in den Ring geworfen“, sagte Kreisverbandschef Raphael Tigges der Zeitung.

          Braun sagte hingegen am Samstagmorgen im Deutschlandfunk, er wolle Partei im Falle seiner Wahl auf einem klaren Mittekurs einschwören. Die CDU müsse sehr bald wieder in der Lage sein, „Zuspruch in der ganzen Breite der Gesellschaft“ zu bekommen. „Dazu muss die CDU klar in der Mitte stehen“, ergänzte er und wies darauf hin, dass die Union bei der Bundestagswahl vor allem an SPD und die Grünen verloren habe. 

          Die CDU führt nach der Niederlage bei der Bundestagswahl ab 17. Dezember erstmals eine Mitgliederbefragung durch, wer neuer Parteichef werden soll. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 17. November. Nach der Befragung der Basis will die CDU die neue Parteispitze auf einem Bundesparteitag im Januar wählen. 

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