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Richtungsstreit in der CDU : Die Angst vor dem Etikett Rechts

  • -Aktualisiert am

Spielt auf Sieg in der CDU: Friedrich Merz beim Politischen Aschermittwoch in Apolda. Bild: dpa

Nachdem sich die drei Kandidaten um den CDU-Vorsitz offiziell vorgestellt haben, hat in der Partei ein heftiger Richtungsstreit begonnen. Dabei wird für Friedrich Merz das Etikett rechts gefährlich.

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          Kaum haben die zwei aussichtsreichsten Kandidaten für den CDU-Vorsitz per Fernduell gegeneinander gestichelt, beginnt neben dem Machtkampf auch schon ein Richtungsstreit. Im Zentrum steht die Frage: Würde die CDU unter einem möglichen Parteichef Friedrich Merz tatsächlich nach rechts rücken, wie es sich SPD und Grüne sehnsüchtig als Wahlkampfhilfe wünschen? Oder bliebe sie Volkspartei der Mitte mit einem breitgefächerten Personalangebot und einer pragmatischen Politik, so dass die CDU auch zu den Grünen als Partner in spe anschlussfähig wäre?

          Die Zuschreibung „rechts“ für die politische Konkurrenz verbunden mit dem Wörtchen „Ruck“ ist mindestens seit den Zeiten der Kanzlerkandidatur von Franz Josef Strauß eines der stärksten Mobilisierungsargumente der Parteien links der Mitte. Und Merz bietet durch die scharfe Abgrenzung zu Merkel und auch mit aktuellen Äußerungen reichlich Stoff für solche Projektionen seiner Gegner, die auch in der Union zahlreich sind. Merz selbst sieht die Gefahr und wehrt sich gegen das Etikett „rechts“, das in seiner radikalen Form allein der AfD vorbehalten ist.

          Ob indes die von ihm propagierte Wiederbelebung des Labels „(wert)konservativ“ reicht, um die CDU gleichermaßen für junge Leute und für zur AfD abgewanderte Wähler attraktiv zu machen? Der CDU-Liberale Laschet hat es im Gespann mit dem Jungkonservativen Spahn da deutlich leichter.

          Thomas Holl
          Redakteur in der Politik.

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