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Islam in Deutschland : CDU-Vize Klöckner fordert Burka-Verbot

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Vollverschleierte Frauen auf einer Kundgebung des Salafisten-Predigers Pierre Vogel in Offenbach im Juni. Bild: dpa

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner plädiert dafür, dass Frauen in der Öffentlichkeit keine Burka tragen dürfen. Und der CDU-Politiker Spahn sagt: „Auf unsere Werte darf es keinen Rabatt geben.“

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          Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner hat sich für ein Burka-Verbot in der Öffentlichkeit ausgesprochen. „Die Burka-Vollverschleierung steht für mich nicht für religiöse Vielfalt, sondern für ein abwertendes Frauenbild“, sagte die rheinland-pfälzische Landespartei- und Landtagsfraktionschefin der „Rheinischen Post“.

          Sie verwies dabei auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland: Das Grundgesetz bestehe darauf, dass Frauen und Männer gleich viel wert seien. Außerdem gehöre es zu einer offenen Gesellschaft, jemandem offen ins Gesicht schauen zu können. „Ich bin dafür, dass Vollverschleierung verboten wird.“

          „Die meisten leben unsere Werte“

          Eine Burka verschleiert den ganzen Körper und lässt nur die Augen frei. In Frankreich, Belgien und der Schweiz ist das Kleidungsstück in der Öffentlichkeit verboten. In Deutschland hatte zuletzt der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn ein Verbot gefordert.

          Auch Spahn legte nun nach: Vor dem Integrationsgipfel im Kanzleramt an diesem Montag warnte er seine Partei vor falscher Rücksichtnahme in der Integrationsdebatte. Die allermeisten Migranten, die nach Deutschland gekommen seien, hätten sich gut integriert „und leben unsere Werte“, sagte Spahn der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Aber in manchen Stadtteilen in Deutschland gebe es Parallelwelten. Es sei doch „klar, dass das Angst schürt“.

          Der CDU-Politiker, der sich als Kandidat für die Junge Union und die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung auf dem CDU-Parteitag in
          Köln in der kommenden Woche für einen Sitz um das Präsidium bewirbt, sagte weiter: „Es darf auf unsere Werte keinen Rabatt geben, nur weil jemand aus einer anderen Kultur oder Religion kommt.“ Errungenschaften wie die Meinungsfreiheit, der Schutz von Minderheiten und die Gleichberechtigung der Frau seien „nicht verhandelbar“. Spahn forderte seine Partei auf, das Thema Integration „auch ehrlich zu diskutieren“.

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