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Dauerstreit in der Union : Wie die Wahlen in Hessen und Bayern die Republik verändern könnten

Horst Seehofer (CSU) und Angela Merkel (CDU) während der Fraktionssitzung im September. Bild: EPA

Der Verbund von CDU und CSU war immer spannungsgeladen. Doch der Dauerstreit der letzten Jahre hat der Union mehr geschadet, als es ein Gegner von außen je gekonnt hätte. Ist die Union als Modell am Ende?

          6 Min.

          Die Wahlen in Bayern und Hessen könnten die Republik verändern. Was vor wenigen Jahren kaum vorstellbar schien, mag dann schon Wirklichkeit sein: Der Südwesten der Bundesrepublik würde schwarz-grün regiert, nämlich Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Die Ministerpräsidentin Bayerns könnte in wenigen Wochen Ilse Aigner heißen, wenn die Niederlage für die CSU tatsächlich so krachend ausfällt, wie es die Umfragen vorhersagen. Wie will sich Söder dann aus der Verantwortung stehlen? Er hat den Schlamassel kraftvoll mit angerichtet, kann nicht bloß auf Seehofer zeigen.

          Volker Zastrow

          Correspondent at large.

          Die FDP, eben noch breitbrüstig unterwegs, besäße keine Abgeordneten mehr im Münchner und Wiesbadener Landtag. Auch ihre Abgeordneten im Bundestag hätten dann Anlass, neu über ihre Zukunft nachzudenken. Die Vorherrschaft der CSU in Bayern wäre gebrochen, wahrscheinlich für immer. Das Modell der Union, das jahrzehntelang nicht nur sich selbst, sondern auch die Politik der Bundesrepublik getragen hat, wäre am Ende – zumindest in dieser Form. Warum? Weil es das wohl schon ist. Das, was ist, wäre in den Wahlen nur sichtbar geworden. Der Reihe nach.

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