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CDU und AfD : In der Heimat

Die Basis der Union bricht auch in der Flüchtlingskrise keineswegs weg. Denn: Wer will eigentlich von denen regiert werden, die der Kanzlerin die Flucht nach Südamerika nahelegen?

          Merkels Kanzleramtsminister Peter Altmaier hat die Südwest-CDU daran erinnert: Wer für die AfD stimme, der helfe der Union nicht. Tatsächlich? Tatsächlich könnte eine starke AfD der Union unter Umständen den Machterhalt sichern.

          Am besten wäre es freilich, sich nicht in fahrlässigen Gedankenspielen zu verlieren, sondern eine überzeugende Politik zu machen. Immerhin bricht die Basis der Union keineswegs weg - aller nachvollziehbaren Kritik am Kurs der Kanzlerin zum Trotz.

          Viele verlassen so schnell nicht ihre politische Heimat. Auch Parteieintritte sind zu verzeichnen. Freilich: Allein mit einer geschlossenen Mitgliederschar ist noch keine Wahl gewonnen.

          Der Unmut im Volk wie in Kommunen und Behörden ist weiterhin groß. Doch sehen auch diejenigen, die den Regierungskurs nicht teilen, dass ihr Protest nicht unerhört geblieben ist - dass es sich also lohnt, im Gespräch und dranzubleiben. Kritik darf deutlich sein. Sie muss aber auf unserer Grundordnung stehen. Wer will eigentlich von denen regiert werden, die der Kanzlerin die Flucht nach Südamerika nahelegen?

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“, „Staat und Recht“ sowie Frankfurter Allgemeine Einspruch.

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