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CDU und AfD : Noch nicht mal zum Kaffeeplausch

Annegret Kramp-Karrenbauer schloss jede Zusammenarbeit mit der Afd in der Sendung „Anne Will“ erneut aus. Bild: dpa

Die Union will sich stärker von der AfD abgrenzen und fasste einen Beschluss, in dem sie die Ermordung Walter Lübckes mit dem Handeln der AfD in Zusammenhang bringt – steht nun ihre Beziehung zu den Sicherheitsbehörden auf dem Spiel?

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          Es ist nicht neu, dass die CDU-Führung sich gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD stellt. Die Schärfe, mit der Präsidium und Vorstand das erst vor Kurzem bei ihrer Sitzung getan haben, ist gleichwohl bemerkenswert. In einem zweiseitigen Beschluss, der von allen Anwesenden mitgetragen wurde, wird die Ermordung des Kasseler Christdemokraten Walter Lübcke in Zusammenhang gestellt mit dem Handeln der AfD. Lübcke sei „nach allem, was wir wissen, das Opfer rechtsextremer Gewalt geworden“, heißt es in dem Beschluss. Geistige und sprachliche Propagandisten von Hass und Ausgrenzung hätten den Weg zur Gewalt bereitet. „Führende Repräsentanten der AfD und nicht wenige ihrer Mitglieder beteiligen sich bewusst daran.“

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Helene Bubrowski

          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Kramp-Karrenbauer hatte sich neulich in der Sendung „Anne Will“ schon mal warmgelaufen, die AfD in aller Schärfe angegriffen und jede Zusammenarbeit zwischen der Rechtspartei und der CDU noch einmal ausgeschlossen. Dabei griff sie auch den ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen an, der ein CDU-Parteibuch hat und Mitglied der sich rechts in der Partei aufstellenden Werteunion ist.

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