https://www.faz.net/-gpf-a7uwm

Spahn bleibt loyal : Eine Verschnaufpause für die CDU

  • -Aktualisiert am

Einer hat gewonnen: Merz (rechts) gratuliert Laschet auf dem CDU-Parteitag Bild: dpa

Die Postendebatte in der CDU ist erst einmal auf Eis gelegt. Laschet muss das Merz-Lager nun mit Merz-Positionen für sich gewinnen.

          1 Min.

          Armin Laschet hat als neuer Vorsitzender der CDU einigen Kredit. Wenn nicht jedes Wort sitzt, wird ihm das nicht gleich schaden. Sich auf dem Parteitag der baden-württembergischen CDU als „Merz-Fan“ zu bezeichnen war etwas dick aufgetragen.

          Laschet weiß, dass die wirklichen Merz-Fans nach dem zweiten vergeblichen Anlauf ihres Idols, CDU-Vorsitzender zu werden, vor allem aber nach der ungelenken Selbstbewerbung für das Amt des Wirtschaftsministers die Füße stillhalten müssen. Aber sie sind nicht verschwunden, und sie werden dem neuen Chef im Adenauer-Haus die Sache mit dem Merz-Fan nicht abnehmen. Sie schauen genau hin, ob Laschet ihnen inhaltlich etwas zu bieten hat. Das ist noch wichtiger als die Aussicht auf einen Posten für Merz.

          Spahn hat an Unterstützung verloren

          Für den Moment ist die Postendebatte auf Eis gelegt. Gesundheitsminister Jens Spahn, dem mancher in der CDU, auch in der CSU, etwas zutraut, hat wie Merz mit einem ungeschickten Auftreten auf dem Parteitag kurzfristig an Unterstützung verloren und ein paar Kritiker gewonnen. Sein schlechtes Ergebnis bei der Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden zeigt das.

          Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur, die Spahn grundsätzlich haben dürfte, hat er mit der Äußerung, Laschet sei der „natürliche Kanzlerkandidat“ erst mal eingefroren. Eine Verschnaufpause hat die CDU. Doch die war nach der Wahl von Laschets Vorgängerin Kramp-Karrenbauer auch schnell zu Ende.

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Müller? Boateng? Hummels? Bundestrainer Joachim Löw schraubt derzeit an seinen Formulierungen zum Thema.

          Rückkehrer für DFB-Team : Die Verrenkungen des Joachim Löw

          Um die Form von Müller, Boateng und Hummels muss man sich keine Sorgen machen. Es ist der Bundestrainer, der in Form kommen muss, wenn es in diesem Sommer bei der Fußball-EM etwas werden soll.
          Bundesinnenminister Horst Seehofer und Verfassungsschutz-Präsident Thomas Haldenwang

          Kritik an Verfassungsschutz : Geschwätzige Geheimnisträger

          Bei dem Versuch, die AfD zu beobachten, handelt sich der Verfassungsschutz Kritik ein. Schon wieder sind Details nach außen gedrungen. Dabei steht der Dienst eigentlich für Verschwiegenheit. Was ist da los?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.