https://www.faz.net/-gpf-a7uwm

Spahn bleibt loyal : Eine Verschnaufpause für die CDU

  • -Aktualisiert am

Einer hat gewonnen: Merz (rechts) gratuliert Laschet auf dem CDU-Parteitag Bild: dpa

Die Postendebatte in der CDU ist erst einmal auf Eis gelegt. Laschet muss das Merz-Lager nun mit Merz-Positionen für sich gewinnen.

          1 Min.

          Armin Laschet hat als neuer Vorsitzender der CDU einigen Kredit. Wenn nicht jedes Wort sitzt, wird ihm das nicht gleich schaden. Sich auf dem Parteitag der baden-württembergischen CDU als „Merz-Fan“ zu bezeichnen war etwas dick aufgetragen.

          Laschet weiß, dass die wirklichen Merz-Fans nach dem zweiten vergeblichen Anlauf ihres Idols, CDU-Vorsitzender zu werden, vor allem aber nach der ungelenken Selbstbewerbung für das Amt des Wirtschaftsministers die Füße stillhalten müssen. Aber sie sind nicht verschwunden, und sie werden dem neuen Chef im Adenauer-Haus die Sache mit dem Merz-Fan nicht abnehmen. Sie schauen genau hin, ob Laschet ihnen inhaltlich etwas zu bieten hat. Das ist noch wichtiger als die Aussicht auf einen Posten für Merz.

          Spahn hat an Unterstützung verloren

          Für den Moment ist die Postendebatte auf Eis gelegt. Gesundheitsminister Jens Spahn, dem mancher in der CDU, auch in der CSU, etwas zutraut, hat wie Merz mit einem ungeschickten Auftreten auf dem Parteitag kurzfristig an Unterstützung verloren und ein paar Kritiker gewonnen. Sein schlechtes Ergebnis bei der Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden zeigt das.

          Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur, die Spahn grundsätzlich haben dürfte, hat er mit der Äußerung, Laschet sei der „natürliche Kanzlerkandidat“ erst mal eingefroren. Eine Verschnaufpause hat die CDU. Doch die war nach der Wahl von Laschets Vorgängerin Kramp-Karrenbauer auch schnell zu Ende.

          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Israelische Polizisten bei einer Demonstration am 12. Mai in Lod

          Ausschreitungen in Israel : „Es geht ihnen nicht um Koexistenz“

          Nach den Unruhen in Jerusalem ist die Gewalt in vielen gemischten Orten in Israel eskaliert. Besonders schlimm war es in Lod, einer Achtzigtausend-Einwohner-Stadt, in der jeder Dritte einen arabischen Hintergrund hat.
          Streitobjekt in der Klimadebatte: Lufthansa-Flugzeug landet in Frankfurt.

          Klimadebatte : Der Zug ist im Inland günstiger als der Flug

          Keine Inlandsflüge und keine Billigtickets mehr – mit diesen Forderungen wird Fliegen zum Wahlkampfthema. Dabei gibt es innerdeutsch schon jetzt fast keine Schnäppchen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.