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Keine Kampfkandidatur : CDU-Politikerin Yvonne Magwas soll Bundestagsvizepräsidentin werden

  • Aktualisiert am

Vorsitzende der Frauen in der Unionsfraktion: Yvonne Magwas Bild: dpa

Fraktionschef Brinkhaus will ein Signal der Geschlossenheit aussenden: Die sächsische CDU-Politikerin Magwas soll Bundestagsvizepräsidentin werden. Andere haben sich dafür zurückgezogen.

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          Die sächsische CDU-Politikerin Yvonne Magwas soll Vizepräsidentin des Bundestags werden. Das sagte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus am Montag vor einer Fraktionssitzung in Berlin. Die 41 Jahre alte Magwas ist Vorsitzende der Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion.

          Brinkhaus nannte Magwas eine erfahrene Parlamentarierin, die zugleich ein relativ junges Mitglied der Fraktion sei und als Mutter mitten im Leben stehe. Es habe mehrere Bewerber gegeben, die aber zurückgezogen hätten, damit die Fraktion ein Signal der Geschlossenheit sendet, wie Brinkhaus deutlich machte.

          Grütters und Widmann-Mauz haben verzichtet

          Zuvor hatte sich der geschäftsführende Vorstand der Unionsfraktion im Bundestag am Montag auf die Kandidatur von Magwas verständigt. Die Fraktion kam am Abend zu Beratungen über die Kandidatur von Magwas zusammen.

          Die Abgeordneten Monika Grütters und Annette Widmann-Mauz (beide CDU) hätten darauf verzichtet anzutreten, hieß es weiter. Ebenfalls Interesse angemeldet hatte den Informationen zufolge der bisherige parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer (CDU). Zuerst hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung aus Fraktionskreisen über die Kandidatur von Magwas berichtet. Damit dürfte eine Kampfabstimmung in der CDU/CSU-Fraktion über den Posten vermieden worden sein.

          Kubicki und Roth wieder nominiert

          Die FDP-Fraktion hat derweil abermals Wolfgang Kubicki für einen Posten des Bundestagsvizepräsidenten nominiert. Er wurde nach Angaben eines Fraktionssprechers vom Vorsitzenden Christian Lindner vorgeschlagen und erhielt 96,47 Prozent der Stimmen. Kubicki war schon in den vergangenen vier Jahren einer der fünf Stellvertreter von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) gewesen. Er ist auch stellvertretender FDP-Parteivorsitzender.

          Auch die Grünen-Politikerin Claudia Roth soll nach dem Willen ihrer Fraktion abermals Vizepräsidentin des Bundestags werden. Die Abgeordneten nominierten Roth am Montag offiziell, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern einer Fraktionssitzung erfuhr. Die heute 66-jährige Roth wurde 2013 erstmals zur Bundestagsvizepräsidentin gewählt und vor vier Jahren wiedergewählt.

          Als stärkste Fraktion im neuen Bundestag stellt künftig die SPD die Bundestagspräsidentin, dies soll die Gesundheitspolitikerin Bärbel Bas werden.

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