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CDU-Politiker Philipp Amthor : Konservativ und begabt

Philipp Amthor - oder wie seine Ultras ihn nennen: „Jens Spahn der Generation Z“ Bild: dpa

Philipp Amthor ist der jüngste Abgeordnete der Union im Bundestag. Darauf will sich der ambitionierte CDU-Mann, der manchmal wie ein altkluger Schüler wirkt, aber nicht reduzieren lassen.

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          Philipp Amthor macht sich keine Illusionen. Er weiß, dass man auch Schlechtes über ihn zu hören bekommt, kleine Gemeinheiten. In kurzer Zeit ist er eine kleine Berühmtheit geworden im politischen Berlin. Aber sein Auftritt bietet auch Angriffspunkte. Wenn der CDU-Abgeordnete vor Journalisten seine politischen Vorhaben erläutert, benutzt er Formulierungen wie „Wenn ich Staatssekretär im Innenministerium wäre“. Über die Kanzlerin sagt er: „Ich schätze sie persönlich sehr. Sie nimmt mich ernst – und das beruht auf Gegenseitigkeit.“ Amthor ist seit einem guten Jahr Mitglied des Bundestags. Von einer „überschießenden Tendenz“ spricht ein Fraktionskollege. Ein anderer sagt, der Politiker sei in seiner Selbstdarstellung „sehr, sehr forciert“. Manchmal wirkt er ein wenig wie ein altkluger Schüler, der es bei der Zeugnisvergabe stets leicht gehabt hat, auf dem Schulhof aber eher nicht. „Man muss nicht überall beliebt sein“, sagt Amthor. „Es gibt schon unverschämte, völlig unreflektierte Kommentare, die ich nicht weiter an mich ranlasse, aber für inhaltliche und sachliche Kritik bin ich immer offen.“

          Lust am Streiten, auch in der eigenen Partei

          Helene Bubrowski
          Politische Korrespondentin in Berlin.
          Matthias Wyssuwa
          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Philipp Amthor ist der jüngste Abgeordnete in der Unionsfraktion im Bundestag. Einer Gruppe von vielen Männern und wenigen Frauen, in der sich gerade viel neu sortiert. In der es einen Umbruch gibt, vielleicht auch einen Aufbruch. Amthor hat es längst verstanden, auf sich aufmerksam zu machen. Mit seinem Talent, seinen Reden, mit seinem Auftritt. Noch ist aber nicht klar, was am Ende überwiegt: die eigene Stärke – oder der Spott der anderen.

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