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Jasper von Altenbockum (kum.)

Soll er verhindert werden? : Merz spaltet die Partei

Friedrich Merz in Berlin am Sonntag auf dem Weg zu den Beratungen über den CDU-Parteitag. Bild: dpa

Es gibt genug Staatsmänner in der Welt, die mit Populismus, Narzissmus, Schaumschlägerei und Verschwörungsdenken glänzen. Will nun auch die CDU einen solchen Mann an ihrer Spitze haben?

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          Um eines geht es bei dem Streit, der in der CDU jetzt ausgebrochen ist, mit Sicherheit nicht: Es ist kein Machtkampf um die Richtung, wie Friedrich Merz behauptet. Die Äußerungen der drei Kandidaten für den Parteivorsitz waren bislang nicht so, dass man annehmen müsste, das Steuer der CDU werde mit diesem oder jenem Vorsitzenden herumgerissen. Keiner der drei Kandidaten ist einer Koalition mit den Grünen abgeneigt – das sagt eigentlich schon alles. Merz konnte bislang nur den Anschein einer Richtungsänderung erwecken, weil er als Anti-Merkel ins Rennen ging. Zwischenzeitlich zog dieses Argument angesichts der Corona-Krise aber nicht mehr so gut wie früher.

          Offenbar ist das aber alles, was er zu bieten hat. Merz liegt in einem Punkt richtig: Ein digitaler Parteitag wäre am 4. Dezember theoretisch möglich, dem sich die Wahl des Vorstands per Brief anschlösse. Das ist, wegen der Stichwahlen, ein zeitraubendes Verfahren. Aber selbst wenn sich die Partei auf dieses technische Abenteuer eingelassen hätte: Woher weiß Merz, dass er dann bessere Voraussetzungen gehabt hätte als Armin Laschet? Sein härtester Rivale mag sich Vorteile von einer Verschiebung versprechen; aber wiegen die tatsächlich so schwer, dass Merz binnen weniger Wochen die Mehrheit, die er so sicher auf seiner Seite wähnt, verlöre?

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