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Unter Pandemie-Bedingungen : Wie der CDU-Wahlparteitag ablaufen könnte

  • -Aktualisiert am

Alles im Blick? Bundeskanzlerin Angela Merkel Bild: dpa

Laschet, Röttgen oder Merz? Nicht nur die Wahl selbst ist schwierig für die CDU. Sondern auch die Organisation des dazugehörigen Parteitags. CDU-Strategen tüfteln an einem Corona-tauglichen Konzept.

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          Am Montagmorgen will die CDU der Pandemie wieder ein kleines Stück der alten Normalität abtrotzen. In der Klingelhöfer Straße in Berlin, wo die Parteizentrale wie ein gläsernes Schiff steht, wollen zum ersten Mal seit dem Beginn der Corona-Beschränkungen die Mitglieder des obersten Führungsgremiums, des Präsidiums, wieder körperlich zu einer Sitzung zusammenkommen, nicht mehr nur per Videoschalte wie in den vorigen sechs Monaten. Die Grenzen der Normalität werden sich jedoch gleich danach zeigen. Der deutlich größere Parteivorstand wird seine Sitzung, wie inzwischen gewohnt, virtuell abhalten. Alle Mitglieder mit den erforderlichen Abständen zusammenzubringen wäre nur schwer möglich.

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          In beiden Zusammenkünften wird es um das Balancieren zwischen der alten und der neuen Normalität gehen. Denn das zentrale Thema wird die wichtigste Zusammenkunft der Partei in diesem Jahr sein: der Parteitag, auf dem Anfang Dezember in Stuttgart endlich ein neuer Vorsitzender gewählt werden soll, der – wie jeder CDU-Vorsitzende – zumindest gute Aussichten hat, Kanzlerkandidat zu werden, und nach Lage der Umfragen auch gute Chancen, der nächste Kanzler zu sein. Solche Delegiertentreffen, bei denen es um Führungswechsel auf höchster Ebene geht, beschäftigen Parteien immer schon Monate vorher.

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