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CDU-Nachwuchs : Junge Union schlägt Sonderabgabe für Kinderlose vor

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Der Vorsitzende der Jungen Union Paul Ziemiak (im September 2014 beim Deutschlandtag der JU) Bild: dpa

Die Junge Union fordert von der CDU einen Kurswechsel in der Renten- und Familienpolitik. Sie wünscht sich unter anderem eine 1000-Euro-Prämie für jedes neugeborene Kind - finanziert von kinderlosen Steuerzahlern.

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          Die CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union (JU) fordert von der Partei einen Kurswechsel in der Renten- und der Familienpolitik. Unter anderem schlägt der JU-Vorsitzendee Paul Ziemiak vor, dass der Staat für jedes neugeborene Kind den Eltern 1000 Euro zahlt. Das wären etwa 680 Millionen Euro pro Jahr. Es gehe „um das Wichtigste, nämlich, dass Kinder geboren werden - also um unsere Zukunft“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“.

          Zur Finanzierung schlug der 29-Jährige vor, dass Menschen ohne Kinder eine Sonderabgabe von einem Prozent des Bruttoeinkommens zahlen müssen. „Das wäre keine Benachteiligung, sondern nur ein Ausgleich“ für die Kosten, die Eltern hätten, sagte Ziemiak.

          Zudem forderte er, das Renteneintrittsalter an die Entwicklung der durchschnittlichen Lebenserwartung zu knüpfen und parallel steigen zu lassen. „Es muss eine Verknüpfung zwischen Renteneintrittsalter und Lebenserwartung geben", sagt Ziemiak. Wenn die Lebenserwartung steige, verlängere sich bisher auch die Bezugsdauer der Rente, ohne dass die Versicherten dafür höhere Beiträge eingezahlt hätten. Die JU wolle deshalb, dass zwei Drittel der zusätzlichen Lebenszeit angerechnet würden. „Wenn beispielsweise die durchschnittliche Lebenswartung der Jahrgänge von 1985 bis 1990 um drei Monate steigt, muss das Renteneintrittsalter für diese Jahrgänge um zwei Monate steigen“, sagt Ziemiak.

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