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Die CDU nach Merkel : „Ich frage mich manchmal, warum ich mir diesen Krieg antue“

Vorbild für Frauen, aber Distanz zum Feminismus: Angela Merkel mit (links von ihr) Manuela Schwesig und Rita Süssmuth (CDU), rechts Franziska Giffey (SPD) und Christine Bergmann (SPD), eine der Vorgängerinnen Giffeys im Amt der Familienministerin. Bild: dpa

Männer arbeiten in der CDU mit Netzwerken, Frauen muss man mit der Lupe suchen. Diesen Eindruck vermittelt jedenfalls die Aufstellung der Direktkandidaten in den Wahlkreisen.

          7 Min.

          Die Ära Merkel droht für die Sache der Frauen in der CDU ein bitteres Ende zu nehmen. „In der Vergangenheit hat Angela Merkel dafür gesorgt, dass Frauen die CDU wählen“, beschreibt die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien die Lage ihrer Partei. „Wenn sie weg ist und keine Frauen nachrücken, gerät die CDU in eine Abwärtsspirale, mittelfristig wäre der Status als Volkspartei gefährdet.“

          Helene Bubrowski
          Politische Korrespondentin in Berlin.
          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten.
          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Etwa die Hälfte der deutschen Bevölkerung ist weiblich, doch bei der CDU, die sich gerne als letzte Volkspartei darstellt, sind nur etwa ein Viertel der Mitglieder Frauen. Schon Ende des Jahres 2019 hatte die CDU sich unter Führung von Annegret Kramp-Karrenbauer eine Quote in ihre Satzung schreiben wollen. Mehrfach wurde die Abstimmung vertagt, erst war die Vorsitzende zu schwach, sich gegen Widerstände durchzusetzen, dann kam die Pandemie und verhinderte, dass auf einem analogen Parteitag eine für die CDU so schwierige Entscheidung getroffen werden kann. Immerhin geht es darum, dass von 2025 an die Hälfte aller Vorstandsämter ab der Kreisebene von Frauen besetzt sein sollen. Für einen Parteitag, so heißt es im Konrad-Adenauer-Haus, gebe es derzeit wegen Corona noch nicht mal einen Termin.

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