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Jasper von Altenbockum (kum.)

Dammbruch der CDU in Kiel : Lieber die Grünen als die FDP

An der Seite der Grünen: Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit den Spitzenkandidatinnen der Grünen Monika Heinold (l.) und Aminata Touré (m.) Bild: dpa

Dass sich Daniel Günther für die Grünen entscheidet, hat nicht nur mit Pragmatismus zu tun. Es ist eine Richtungsentscheidung. Man kann auch sagen: ein später Sieg Angela Merkels.

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          In Schleswig-Holstein tut sich etwas Besonderes. Daniel Günther ist der erste Ministerpräsident der CDU, der sich für die Grünen entscheidet, obwohl er auch mit der FDP eine Mehrheit hätte. Dabei ist die FDP in Schleswig-Holstein ein Landesverband, der mindestens ebenso gut und solide mitregieren könnte wie die Grünen. Nicht umsonst wäre Günthers angebliche Traumkonstellation die Fortsetzung der Jamaika-Koalition gewesen.

          Warum dann nicht mit der FDP? Das ist mehr als nur eine tagespolitische Entscheidung. Sie sagt nämlich: Die bürgerliche CDU kann besser mit den nicht ganz so bürgerlichen Grünen regieren als mit der bürgerlichen FDP. Anderswo mag die CDU als stärkste Regierungspartei aus Verlegenheit mit den Grünen regieren (wie in Hessen oder demnächst vielleicht auch in Nordrhein-Westfalen); in Kiel tut sie es offenbar aus tiefer Überzeugung. Es wäre also unvollständig, Günthers Entscheidung allein auf seinen Pragmatismus und auf klimapolitische Imagepflege zurückzuführen.

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