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Bekenntnis zur Ökologie : Warum die Südwest-CDU nicht zurück zur Atomenergie will

Schützenswert: Der Bodensee, hier bei Langenargen Bild: dpa

Anders als Parteichef Friedrich Merz will die baden-württembergische CDU von einem „Ausstieg aus dem Ausstieg“ nichts wissen – trotz Gaskrise. Der Landesverband zielt auf schwarz-grüne Wechselwähler.

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          Mitten im Sommer darf es in der Politik auch mal um den Bodensee gehen. „Hände weg vom Bodensee“, forderte der baden-württembergische CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl in dieser Woche. Es ging nicht um neue imperialistische Expansionspläne des russischen Diktators, es ging um einen wenig ökologischen Vorschlag des FDP-Fraktionsvorsitzenden Hans-Ulrich Rülke. Der hatte nämlich angeregt, man müsse prüfen, ob in in den Regionen nordöstlich des Bodensees Gas aus Schiefergestein mit dem Fracking-Verfahren gefördert werden könne.*

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          „Das ist eine abseitige Vorstellung, die ins Nirwana führt. Das hilft uns in diesem und im nächsten Winter keinen Millimeter weiter“, sagte Strobl. Ob man in dreißig Jahren Gas per Fracking fördern wolle, anstatt auf erneuerbare Energiequellen zu setzen, das könne die FDP gern diskutieren. „Über den Bodensee als Fracking-Gebiet kann es keine Debatten geben, vier Millionen Menschen beziehen ihr Trinkwasser aus dem See“, sagte Strobl. Für diese Region gelte ein vom Bundestag beschlossenes Fracking-Verbot.

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