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CDU im Osten : In der Klemme

  • -Aktualisiert am

Kenia-Kabinett: Die neue sächsische Regierung steht bei einem Gruppenbild in der Staatskanzlei zusammen Bild: dpa

Die CDU kann im Osten sich weder profilieren noch zur alten Stärke zurückfinden. Bündnisse wie „Kenia“ oder Minderheitsregierungen bieten eine Chance. Es ist wohl die Einzige.

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          Die Wiederwahl Michael Kretschmers zum Ministerpräsidenten in Sachsen ist ein Erfolg, auf den noch vor einem Jahr nicht viele gewettet hätten. Die CDU, die im Freistaat seit 1990 ununterbrochen regiert, konnte sich mit ihm als Spitzenkandidaten noch einmal retten. Auf sicherem Grund steht die Union aber keineswegs, im Gegenteil: Sie gerät als Volkspartei ähnlich wie die SPD in die Klemme, wie die drei Landtagswahlen dieses Jahres in Ostdeutschland gezeigt haben.

          Zwar hat Kretschmer in Sachsen einen überaus engagierten Auftritt hingelegt. Viel mehr noch dürfte er jedoch von seinem Amtsbonus profitiert haben, denn auch in Brandenburg und Thüringen konnten die jeweiligen Regierungschefs – hier von SPD und Linken – samt ihren Parteien punkten. Hätte Kretschmer aus der Opposition heraus versuchen müssen, die Wahl zu gewinnen, wäre er mutmaßlich ähnlich erfolglos geblieben wie seine Parteifreunde Mike Mohring in Thüringen und Ingo Senftleben in Brandenburg.

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