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Koalition mit der AfD? : Haseloff warnt Union vor „politischem Selbstmord“

  • Aktualisiert am

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, kommt Ende September in den Plenarsaal des Landtages. Heute forderte er, dass seine Partei „klare Kante“ gegenüber der AfD zeigen soll. Bild: dpa

Die AfD sei keine konservative, demokratische Partei sondern „im Tross mit den Nazis auf der Straße“, sagt der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU). Eine klare Kante seiner Partei lohne sich.

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          Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die Union eindringlich vor einer Annäherung an die AfD gewarnt. „Wer aus machtpolitischen Aspekten seine Grundsätze verlässt, der begeht politischen Selbstmord“, sagte Haseloff dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Donnerstag. „Bei der letzten Wahl in Sachsen-Anhalt betrug unser Abstand zur AfD vier Prozent, jetzt sind es rund zehn“, sagte der CDU-Politiker. Es lohne sich also, „klare Kante“ zu zeigen. Die AfD sei keine konservative, demokratische Partei. „Die sind im Tross mit den Nazis auf der Straße“, sagte Haseloff.

          Für Unruhe in der Union hatte am Mittwoch vergangener Woche der neue Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen, Christian Hartmann, gesorgt, als er eine Koalition mit der AfD nach der Landtagswahl 2019 nicht ausschließen wollte. Anschließend sagte auch der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland, er könne sich mittelfristig eine Koalition mit der CDU vorstellen. Bisher hatte Gauland stets vor einer zu raschen Regierungsbeteiligung seiner Partei gewarnt.

          Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und andere führende Politiker von CDU und CSU haben eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen. Unter anderem stellten sich CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gegen ein derartiges Bündnis. 

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