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Abrücken von Laschet : CDU-Abgeordnete werben für Söder als Kanzlerkandidat

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Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, nimm an einer Pressekonferenz teil. Bild: Peter Kneffel/dpa

Will Armin Laschet eine Chance auf die Kanzlerschaft haben, muss er auch in der eigenen Partei überzeugen. Erste CDU-Parlamentarier sprechen sich öffentlich für Markus Söder aus.

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          In der Unions-Bundestagsfraktion wächst offenbar die Unterstützung für den bayerischen Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidat. Einige CDU-Abgeordnete rückten in dieser Frage öffentlich von ihrem Parteivorsitzenden Armin Laschet ab, berichtet der „Spiegel“. Hintergrund sind anhaltend schwache Umfragewerte für Laschet sowie für die Union.

          „Wir müssen mit dem antreten, mit dem wir nach Umfragen die besten Chancen haben, und das ist mit großem Abstand Markus Söder“, zitiert das Magazin den rheinland-pfälzischen CDU-Abgeordneten Johannes Steiniger. „Bei mir an der Parteibasis kenne ich praktisch niemanden, der für Armin Laschet ist.“ Die Union müsse „alles dafür tun“, um im Herbst überhaupt noch zu regieren. „Ich habe keine Lust auf vier Jahre Opposition.“

          Auch die baden-württembergische CDU-Abgeordnete Ronja Kemmer sprach sich dem Bericht zufolge für Söder als Kanzlerkandidat aus. „Die letzten Wahlen zeigen, dass besonders das Vertrauen in Persönlichkeiten entscheidend ist“, sagte die Vize-Chefin der Jungen Gruppe der Unionsfraktion demnach. „Das muss zusammen mit der Frage, wer den besten Plan für Deutschland hat und die wichtigen Zukunftsthemen angeht, der Maßstab sein.“

          Auch Merz hat noch Anhänger

          Als Unterstützerin von Friedrich Merz forderte die sächsische Abgeordnete Veronika Bellmann Laschet zum Verzicht auf: „Wenn Armin Laschet der Union und dem Land einen Dienst erweisen will und selbst ein Höchstmaß an Souveränität an den Tag legen würde, dann würde er seinen Hut nicht in den Ring der Kanzlerkandidatur werfen“, zitiert sie der „Spiegel“. „Manches Material will einfach nicht strahlen, egal wie stark man es auch beleuchten mag.“

          Söder rief in der „Bild am Sonntag“ die Union zu einem Aufbruch auf: „Die Lage ist sehr ernst. Die Corona-Zahlen steigen und die Unionswerte fallen. Es kommt Wechselstimmung im Land auf.“ Die Union müsse daher „zeigen, dass sie noch Kraft und Ideen hat und nicht erschöpft und ausgelaugt ist“. In Umfragen landet die Union bei der Sonntagsfrage derzeit unter 30 Prozent.

          Bislang hat Söder sich nicht eindeutig zu einer möglichen Kanzlerkandidatur geäußert. Die Bundestagswahl findet am 21. September statt.

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