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Anti-Terror-Übung : Rettung aus der roten Zone

  • -Aktualisiert am

Bundeswehrsoldaten während der Übung BWTEX („Baden-Württembergische Terrorismusabwehr Exercise“) bei Stetten am kalten Markt. Bild: Reuters

Bei der bisher größten gemeinsamen Übung dieser Art proben Bundeswehr und Polizei in Baden-Württemberg den Ernstfall: den Schutz und die Rettung von Menschen bei einem Terroranschlag.

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          Die Hintertür des gepanzerten Transportfahrzeugs der Bundeswehr „GTK-Boxer“ wiegt 1,7 Tonnen. Sie kann elektrisch innerhalb von fünf Sekunden geschlossen werden. Das kann Leben retten. Denn der GTK-Boxer kann als gepanzerter Rettungswagen oder als Personentransporter benutzt werden, das 36 Tonnen schwere Fahrzeug mit 720 PS kann in ein Gefechtsfeld fahren, um Patienten oder Passanten zu retten. Mehrere dieser Fahrzeuge der Bundeswehr waren am Wochenende an der Übung BWTEX („Baden-Württembergische Terrorismusabwehr Exercise“) auf dem Übungsplatz der Kaserne in Stetten am Kalten Markt beteiligt.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Die meisten Landespolizeien haben derart schweres Gerät nicht im Fuhrpark. Bis zu Terroranschlägen wie in Paris im November 2015 war eine solche Ausrüstung auch nicht zwingend erforderlich. Seitdem aber Terroristen auch mit Kriegswaffen hantieren, hat sich die Lage geändert. „Sie können keinen Rettungssanitäter zwingen, in eine rote Zone, also das von Terroristen beherrschte Gebiet, hineinzufahren. Es muss ein geschützter Transportraum hergestellt werden. Da ist die Unikatfähigkeit der Bundeswehr gefragt“, sagt Oberstleutnant Frank-Peter Thomas vom baden-württembergischen Landeskommando der Bundeswehr.

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