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Anschlag auf den BVB : Stammt der Sprengstoff von der Bundeswehr?

  • Aktualisiert am

Bei der Spurensicherung: Experten der Polizei untersuchen die Hecke, in der die drei Sprengsätze versteckt waren. Bild: dpa

Auch vier Tage nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund sind noch viele Fragen ungeklärt. Eine Zeitung will nun Details zur Herkunft des Sprengsatzes erfahren haben.

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          Der bei dem Anschlag auf die Fußballer von Borussia Dortmund (BVB) verwendete Sprengstoff stammt einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise von der Bundeswehr. Das berichtete die „Welt am Sonntag“ am Samstag vorab unter Berufung auf Ermittlerkreise. „Der Sprengstoff in den Rohrbomben, die mit Metallstiften gefüllt waren, stammt eventuell aus Beständen der Bundeswehr“, zitierte das Blatt Insider. „Aber das wird noch geprüft.“ Der militärische Zünder setze Fachkenntnisse voraus und habe sich nicht leicht beschaffen lassen. Es bestünden den Ermittlern zufolge weiterhin Zweifel, ob die Bomben von islamistischen Extremisten gezündet worden seien. Bei dem Anschlag am Dienstagabend waren der BVB-Spieler Marc Bartra und ein Polizist verletzt worden.

          Polizei befürchtet offenbar weitere Anschläge

          Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wollte den Zeitungsbericht nicht kommentieren. Auch das Bundeskriminalamt bestätigte die Meldung nicht. „Es ist noch viel zu früh, solche Aussagen zu treffen, da die kriminaltechnischen Untersuchungen noch laufen“, sagte eine Sprecherin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die BKA-Sprecherin sagte, die Untersuchungen seien in vollem Gange. „Sie laufen auf Hochtouren.“ Bei dem Anschlag waren am Dienstag zwei Menschen verletzt worden.

          Die Polizei hält dem „Welt“-Bericht zufolge weitere Anschläge für wahrscheinlich. Die Zeitung beruft sich auf eine als Verschlusssache gekennzeichnete Anweisung an regionale Polizeipräsidien. Demnach seien insbesondere Fußballspiele, Rockkonzerte und Kulturveranstaltungen gefährdet. Es werde den Organisatoren geraten, mehr private Sicherheitsleute einzusetzen. Auch die Landespolizeien wollten gegebenenfalls mehr Präsenz zeigen und Sprengstoffspürhunde einsetzen.

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