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Burbach-Skandal : Heimleiter erhält Bewährungsstrafe für Misshandlung von Flüchtlingen

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Der Angeklagte (vorne) und sein Anwalt Lars Leininger warten am 10. Januar im Landgericht Siegen auf den Beginn ihres Prozesses Bild: dpa

Ein Jahr und drei Monate lautet das Urteil gegen den Mann, der die Heimbewohner im Siegerland schikaniert hatte. Strafmildernd wirkt sein umfassendes Geständnis.

          In einem Prozess um Misshandlungen und Schikanen in einem Flüchtlingsheim in Burbach ist der damalige Heimleiter zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Siegen verhängte am Dienstag außerdem eine Geldbuße in Höhe von 1200 Euro. Unter der Führung des Angeklagten waren in der Einrichtung im Siegerland zwischen 2013 und 2014 wiederholt Flüchtlinge in ein sogenanntes Problemzimmer gesperrt worden. Die Richter lasteten dem Angeklagten 33 Fälle von Freiheitsberaubung an.

          Zu seinen Gunsten wertete das Gericht vor allem sein umfassendes Geständnis. Um den zahlreichen Hausordnungsverstößen in der überbelegten Einrichtung Herr zu werden, hatte er angeordnet, Bewohner bei Fehlverhalten in ein anderes Zimmer einzuquartieren. Im Laufe der Zeit sei ihm jedoch klar gewesen, dass sie dort auch gegen ihren Willen eingesperrt wurden – teilweise tagelang.

          Zudem habe der Angeklagte durch die Einrichtung des Problemzimmers die Grundlage für ein eigenmächtiges Bestrafungssystem geschaffen: Einige in einem parallel laufenden Verfahren angeklagte Wachleute und Betreuer sollen die eingesperrten Bewohner wiederholt geschlagen, getreten und auch gedemütigt haben.

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