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„Tiger“-Hubschrauber-Absturz : Ein Unglück und viele Ursachen

  • -Aktualisiert am

Gefährlicher Einsatz: Ein „Tiger“-Hubschrauber im Bundeswehrlager in Gao Bild: dpa

Ein Bericht der Bundeswehr zeigt, dass mehrere Fehler zu dem tödlichen Absturz des „Tiger“-Hubschraubers in Mali führten. Unter anderem der Hersteller Airbus muss sich erklären.

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          Sie waren gerade erst von einem dreistündigen Flug zurückgekommen, als Stabshauptmann Thomas Müller und Major Jan Färber einen neuen Auftrag bekamen. Zwei malische Milizen lieferten sich nahe der Ortschaft Takellout, etwa eine Flugstunde vom Bundeswehr-Feldlager in Gao entfernt, schwere Kämpfe. Sie sollten sofort mit ihrem Kampfhubschrauber „Tiger“ losfliegen und schauen, was dort los ist.

          Was dann geschah, hat die Bundeswehr nun nach einer anderthalbjährigen Untersuchung ermittelt. Danach ist der Absturz des „Tigers“ am 26. Juli 2017 in Mali nicht auf Beschuss und auch nicht auf Materialversagen zurückzuführen. Das wurde anfangs von Beobachtern in Deutschland vermutet. Auch die Besatzung und die in Gao eingesetzten Techniker trifft keine Schuld. Der Absturz des Hubschraubers geht vielmehr auf Fehler und Versäumnisse bei der Reparatur am Heimatstandort Fritzlar 15 Monate vor dem Mali-Einsatz zurück.

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