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Trotz Personalmangel : Bundeswehr soll auf knapp 200.000 Soldaten aufgestockt werden

  • Aktualisiert am

Soldaten des Wachbataillons bei einem Empfang in Berlin vergangene Woche Bild: EPA

Nach dem Ende ihres Schrumpfkurses im vergangenen Jahr sollen die deutschen Streitkräfte nun weiter wachsen - angesichts neuer Aufgaben, und trotz schwieriger Rahmenbedingungen.

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          Angesichts wachsender Aufgaben für die Truppe will die Bundeswehr ihr Personal kräftig aufstocken. Bis 2024 sollen die Streitkräfte auf 198.000 Soldaten und mehr als 61.000 Zivilisten wachsen, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Derzeit zählt die Bundeswehr knapp 178.000 aktive Soldaten (Stand: Ende Januar). „Die Bundeswehr ist gefordert wie selten zuvor“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. „Mit ihren Aufgaben muss auch die Bundeswehr wachsen dürfen.“

          Seit Ende des Kalten Krieges wurde die Bundeswehr schrittweise verkleinert. Durch den Wegfall der Wehrpflicht ist die Nachwuchsgewinnung für die Truppe deutlich schwerer geworden, zumal die Jahrgänge kleiner geworden sind und der Bedarf an jungen Arbeitskräften auch in der Zivilwirtschaft steigt.

          Das Ministerium hatte 2016 das Ende des Schrumpfkurses eingeleitet. Nun soll weiter aufgestockt werden. Immerhin konnte die Bundeswehr im vergangenen Jahr offenbar einen positiven Trend vermelden. Laut Angaben des Verteidigungsministeriums stieg die Zahl der Bewerbungen, bei den nach wie vor unterrepräsentierten Frauen gar um zehn Prozent. Momentan ist rund jeder zehnte Soldat weiblich.

          Die Pläne bergen politischen Zündstoff. In Deutschland wird derzeit heftig über wachsende Verteidigungsausgaben diskutiert. Die neue amerikanische Regierung unter Präsident Donald Trump fordert von den Nato-Partnern deutlich mehr Ausgaben für die Verteidigung - und droht, die Vereinigten Staaten könnten andernfalls ihr Engagement innerhalb der Nato verringern.

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