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Bundeswehr : Von der Leyen will familienfreundliche Armee

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Familienleben und Dienst in der Bundeswehr sollen künftig besser miteinander vereinbar sein Bild: Thiel, Christian

Teilzeit für Soldaten, Tagesmütter in Kasernen und weniger Versetzungen sollen die Bundeswehr attraktiver machen. Die Verteidigungsministerin sieht sich im Wettbewerb mit zivilen Arbeitgebern.

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          Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Bundeswehr zu einem familienfreundlichen Unternehmen umbauen. „Mein Ziel ist es, die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland zu machen“, sagte von der Leyen der „Bild am Sonntag“. Besonders wichtig sei ihr dabei die „Vereinbarkeit von Dienst und Familie“. Die Truppe müsse „Dienst- und Familienzeiten besser aufeinander abstimmen“. Nach dem Willen der Ministerin sollen Soldaten künftig etwa ganz selbstverständlich Teilzeit und Elternzeit nutzen können.

          „Wer etwa in der Familienphase die Option einer Drei- oder Viertagewoche nutzt, muss weiter Karriereperspektiven haben“, sagte von der Leyen der Zeitung. Möglich sei auch die Einführung von „Lebensarbeitszeitkonten, auf die Überstunden eingezahlt werden und von denen Freizeiten abgehoben werden können, sei es für die Betreuung von kleinen Kindern oder alter Eltern“. Die Bundeswehr könne im „Wettbewerb um die besten Köpfe“ mit den zivilen Arbeitgebern nur bestehen, wenn Teilzeit und Elternzeit selbstverständlich seien.

          Kinderbetreuung in Kasernen

          Als erste Maßnahme plant von der Leyen den Ausbau der Kinderbetreuung in den Kasernen. „Wir brauchen ein flexibles System der Kinderbetreuung rund um die Bundeswehr“, sagte die CDU-Politikerin. Ihr Vorschlag: „Wir sollten gerade für die Betreuung in Randzeiten sehr viel stärker mit Tagesmüttern arbeiten. Denn das ist eine besonders flexible Form der Kinderbetreuung und wir haben den großen Vorteil, dass es in vielen Kasernen den Platz dafür gibt. Das gehört zu den ersten Punkten, die ich angehen will.“

          Auch die häufigen Versetzungen der Soldaten will von der Leyen auf das Notwendige begrenzen: „Karriere bei der Bundeswehr darf im Regelfall nicht bedeuten: immer im Dienst und alle paar Jahre ein Umzug“, sagte die Ministerin. Da die Lebenspartner der Soldaten häufig selbst berufstätig seien, sorgten Versetzungen für große Spannungen in den Familien. Sie wolle sich das „System der nahezu automatischen Versetzungen alle zwei bis drei Jahre“ daher genau ansehen.

          „Wenn jemand eine steile Karriere macht, dann geht das auch in großen Wirtschaftskonzernen nicht ohne häufige Positions- und Ortswechsel“, sagte von der Leyen. „Aber die Frage ist, ob dies für die große Mehrheit der Soldatinnen und Soldaten immer sinnvoll ist. Das müssen wir überprüfen.“

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