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Bundeswehr vermisst Drohnen : Beschädigt, abgestürzt und verschollen

  • Aktualisiert am

Ein Prototyp der Aufklärungsdrohne Euro Hawk der Bundeswehr startet im Januar 2013 im oberbayerischen Manching zu einem Testflug. Bild: dpa

Das Verteidigungsministerium hat die Zahl seiner Drohnen-Verluste abermals nach oben korrigiert. Bisher seien 137 Drohnen verloren gegangen, heißt es. „In wenigen Fällen“ könne „eine Entwendung im Einsatzgebiet durch Dritte“ nicht ausgeschlossen werden.

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          Das Bundesverteidigungsministerium hat die Zahl seiner Drohnen-Verluste abermals nach oben korrigiert. Aus einer Aufstellung, die das Ministerium auf seiner Homepage veröffentlichte, geht hervor, dass die Bundeswehr bisher 137 Drohnen verloren hat.

          Vor einer Woche hatte das Ministerium die Gesamtverluste in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linkspartei noch auf 124 beziffert. Von den 137 Drohnen sind 52 abgestürzt, 50 wurden bei Unfällen irreparabel beschädigt, 35 werden vermisst. Unter den vermissten Drohnen befinden sich mit 11 Luna und 6 KZO High-Tech-Modelle in der Größe eines Kleinflugzeugs.

          „In wenigen Fällen kann eine Entwendung im Einsatzgebiet durch Dritte nicht ausgeschlossen werden“, teilte das Ministerium der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) auf Anfrage mit. Andere Drohnen seien wegen ihres Zerstörungsgrades nicht mehr geortet worden, in unzugänglichem Gebiet niedergegangen oder hätten aufgrund der Bedrohungslage nicht geborgen werden können.

          Die neuen Angaben bestätigen einen F.A.S.-Bericht von voriger Woche. Darin war aufgedeckt worden, dass das Verteidigungsministerium Parlamentarier 2011 und 2012 über das Ausmaß der Drohnenverluste falsch informiert hatte.

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