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Rolle der Bundeswehr : Fernab der Corona-Kriegsrhetorik

Corona-Teststation der Bundeswehr in Sankt Wendel Bild: EPA

Die Corona-Bataillone stehen bereit. Aber die Bundeswehr und die Verteidigungsministerin stimmen ganz bewusst nicht in den Chor ein, hier gehe es um einen „Krieg“.

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          In der Not radikalisieren sich Sprache und Handeln in hoher Geschwindigkeit. Verschärfte Anordnungen regieren den Alltag. Dem mitunter angemaßten Notstandsgestus folgen Gesetze im Schnelldurchlauf.

          Aus der bisweilen um sich greifenden öffentlichen Aufregung ragt eine Institution heraus, die sich ganz anders zu Wort meldet, anders auftritt. Die Rede ist von der Bundeswehr. Drei Eigenschaften kennzeichnen sie bisher: ein bemerkenswert ziviler Ton, Bescheidenheit und größtmögliche Zurückhaltung. Für jedes gibt es gute, wohldurchdachte Gründe.

          Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und General-inspekteur Eberhard Zorn haben kürzlich den Stand der Dinge aus Sicht der Streitkräfte beschrieben. Die Ministerin verzichtete dabei ganz auf den Habitus einer Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt. Der Generalinspekteur versah seine Ausführungen mit keinem Hauch von Mobilmachung oder verbaler Aufrüstung. Als der General gefragt wurde, ob demnächst Feldjäger mit Sturmgewehr in Sperrzonen patrouillieren könnten, antwortete Zorn so lapidar wie eindeutig, „dieses Bild“ sehe er in Deutschland nicht.

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