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Bundeswehr-Traditionen : Wie dürfen Kasernen heute heißen?

  • -Aktualisiert am

Hauptfeldwebel Tobias Lagerstein fiel im Mai 2011 in Afghanistan. Heute trägt eine Kaserne seinen Namen. Bild: Bundeswehr / Kai-Axel Döpke

Rommel, Lent, Marseille – noch immer gibt es Kasernen mit Namen aus der Nazi-Zeit. Manche Soldaten wollen sie umbenennen – und sich mit anderen Vorbildern identifizieren.

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          Als Hauptfeldwebel Tobias Lagenstein am Nachmittag des 28. Mai 2011 das Feldlager in Kundus verlässt, weiß er, dass es gefährlich werden kann. Am Morgen erst hatten die Soldaten eine Trauerfeier für einen gefallenen Kameraden abgehalten. Trotzdem steht an diesem Tag ein Treffen mit dem nordafghanischen Polizeichef auf dem Programm von Generalmajor Markus Kneip, dem Kommandeur des deutschen Kontingents in Afghanistan. Tobias Lagenstein ist Kneips Personenschützer.

          Seine Aufgabe ist es, den General sicher zu seinem Treffen in die Stadt Taloqan 80 Kilometer östlich von Kundus zu bringen. Doch das Treffen mündet in einer Katastrophe. Im Foyer des Gouverneurssitzes in Taloqan explodiert eine Bombe. Der Anschlag gilt dem Polizeichef, der ebenso getötet wird wie vier weitere Afghanen. Auch Personenschützer Tobias Lagenstein trifft die Wucht der Explosion. Er und ein weiterer Bundeswehrsoldat sind sofort tot.

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