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Nach „Rekruten“ kommt „Mali“ : Das ist das nächste Filmprojekt der Bundeswehr

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Mit den Webserien „Die Rekruten“ und „Mali“ will die Bundeswehr über den Alltag deutscher Soldaten berichten und Nachwuchs locken. Bild: dpa

Mit ihrer Webserie „Die Rekruten“ erzeugte die Bundeswehr im vergangenen Jahr viel Aufsehen – und noch mehr Kritik. Der Nachfolger der Videoreihe begleitet nun acht Soldaten auf ihrem Auslandseinsatz in Westafrika.

          Nach Abschluss der Serie „Die Rekruten“ startet die Bundeswehr eine neue Webvideoreihe. Die Serie „Mali“ läuft am Montag bei Youtube an und begleitet acht Soldatinnen und Soldaten bei ihrem Auslandseinsatz in dem westafrikanischen Land. Mit der Serie will die Truppe über den UN-Einsatz aufklären und um Nachwuchs bei der „Generation Youtube“ werben. Produktion und Werbekampagne für „Mali“ kosten laut Bundesverteidigungsministerium insgesamt 6,5 Millionen Euro.

          Der Auslandseinsatz solle für die Zuschauer „erlebbar“ gemacht werden, erklärte das Ministerium. Die „Mali“-Folgen erscheinen sechs Wochen lang täglich von Montag bis Donnerstag um 17 Uhr auf dem Youtube-Kanal „Bundeswehr Exclusive“. Die Serie ist außerdem auf Instagram, Snapchat und Facebook zu sehen. Die Protagonisten der Serie wurden vor, während und nach ihrem Einsatz insgesamt acht Monate lang begleitet. Zusätzlich soll der Chatbot „Malibot“ den Nutzern über Facebook automatisch aktuelle Nachrichten, Bilder und Videos aus Mali schicken.

          „Die Rekruten“ sollen ins TV-Programm

          Die Bundeswehr ist seit 2013 in Mali, um im Rahmen der UN-Mission Minusma die Umsetzung des Friedensabkommens zu überwachen. Im Norden des Landes kämpfen Terrorgruppen und Milizen gegen die Regierung. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind in dem UN-Camp nahe der Stadt Gao derzeit rund 1.000 deutsche Soldaten stationiert.

          Die erste Webserie der Bundeswehr, „Die Rekruten“, lief im Herbst 2016 an. Die Serie verzeichnete rund 45 Millionen Abrufe auf Youtube und hat nach Angaben des Ministeriums für verstärktes Interesse an der Bundeswehr gesorgt. Insgesamt habe die Karriereseite der Armee während der Ausstrahlung 40 Prozent mehr Zugriffe verzeichnet und die Truppe über 21 Prozent mehr Bewerbungen für die Mannschafts- und Unteroffizierslaufbahn erhalten. In „Mali“ zeigt die Bundeswehr anders als in ihrer ersten Serie keine Rekruten, sondern erfahrene Soldaten.

          Wegen des hohen Budgets stand „Die Rekruten“ in der Kritik. Das Verteidigungsministerium hatte als Auftraggeber 1,7 Millionen Euro in die Produktion investiert, hinzu kamen 6,2 Millionen Euro für Werbung. Kritiker bemängelten, die Serie spare die wahren Gefahren des Soldatenalltags aus und sei somit verharmlosend.

          Das Ministerium plant weiterhin, „Die Rekruten“ im klassischen Fernsehen auszustrahlen. Aktuell liefen noch Gespräche mit verschiedenen Sendern, teilte ein Sprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit. Zuletzt war eine Ausstrahlung bei RTL II wegen unterschiedlicher Terminwünsche des Ministeriums und des TV-Senders gescheitert. Die Serie müsste für das Fernsehen bearbeitet werden, weil sie medienrechtlich ansonsten als unzulässiges Themenplacement gelten könnte.

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